Staatssekretärin

Sawsan Chebli ist im fünften Monat schwanger

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli ist im fünften Monat schwanger. In der Politik will sie nach der Geburt weiter mitmischen.

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Berlin. Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli ist im fünften Monat schwanger. „Es ist ein großes Geschenk, auch weil wir nicht mehr damit gerechnet haben“, sagte die 41-Jährige der „Bild“-Zeitung. Für die SPD-Politikerin ist es das erste Kind aus der Ehe mit Nizar Maarouf. Ende Mai oder Anfang Juni soll das Kind zur Welt kommen.

Aus der Politik will sich Chebli nach der Geburt aber nicht zurückziehen. „An meinen Plänen, in der Politik weiter mitzumischen und aktiv zu sein, hat sich nichts geändert“, sagte sie. Für ihr Kind wünsche sie sich, dass es sich ohne Pro-bleme als Deutsch definieren kann. „Dass es nicht so kämpfen muss um dazuzugehören“, sagte sie. Es solle nicht ständig nach der „angeblich wirklichen Herkunft“ gefragt werden.

Sie gilt als meinungsstark und nutzt aktiv soziale Medien

Seit 2016 ist Sawsan Chebli im Hause des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) als Staatssekretärin zuständig für „Bürgerschaftliches Engagement und Internationales“. Vorher war sie stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Chebli, die 1978 in Berlin geboren wurde, gilt als meinungsstark und nutzt soziale Medien wie Twitter, um immer wieder aktuelle Themen zu kommentieren. So hatte sie zuletzt eine Morddrohung von mutmaßlichen Rechtsextremisten gegen sich öffentlich gemacht. Sie erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz. Daran soll sich auch nichts ändern: „Für mich ist das jetzt kein Grund, nicht mehr gegen Nazis und Rassisten zu kämpfen. Im Gegenteil: Jetzt erst recht“, sagte sie der Zeitung.

Chebli hat einen palästinensischen Hintergrund, ihre Eltern stammen beide aus dem Libanon. Sie wuchs mit zwölf Geschwistern in Moabit auf. In ihrer früheren Grundschule, der Kurt-Tucholsky-Grundschule, verschenkte sie kurz vor Weihnachten an einige Mädchen und Jungen Bücher. An die Zeit in der Schule erinnere sie sich gern zurück, sagte sie damals: „Ich konnte kaum Deutsch, als ich in die erste Klasse kam. Wir waren bitterarm, staatenlos und ohne Perspektive.“

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