Verkehr

Kritik an Fahrverbotsplänen für Autos mit Verbrennungsmotor

Kai Wegner, Berliner CDU-Landesvorsitzender.

Kai Wegner, Berliner CDU-Landesvorsitzender.

Foto: dpa

Berlin. Überlegungen aus der Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt, Autos mit Verbrennungsmotor mittelfristig aus der Innenstadt zu verbannen, haben deutliche Kritik provoziert. Die Senatsverwaltung hat in einer Besprechungsunterlage für den Senat, die der dpa vorliegt, eine Reihe von Initiativen zur CO2-Einsparung aufgelistet. Dazu gehört etwa, ab 2030 Pkw mit Benzin- und Dieselmotoren in der Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings möglichst auszuschließen, ab 2035 dann in der gesamten Stadt. "Ein Verbot des Verbrennungsmotors bis 2030 ist unsozial, unrealistisch und unverantwortlich", teilte der Vorsitzende des CDU-Landesverbands, Kai Wegner, am Dienstag dazu mit.

Der Verbotsplan gehe vollkommen an der Lebensrealität von Hunderttausenden von Berlinern vorbei. "Viele Normal- und Geringverdiener können sich auf absehbare Zeit kein emissionsfreies Auto leisten", so der CDU-Landeschef. FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja kritisierte den "einseitigen Kampf gegen das Auto" durch die Grünen. "Die Autofahrer immer weiter zu bestrafen, wird nur noch mehr Zorn zwischen allen erzeugen." Wichtig seien eine bessere Verkehrslenkung und der Ausbau des ÖPNV.