Sportpolitik

Landessportbund: Wollen Olympia 2032 bekommen

Übersicht des Olympiastadion mit Blick auf den Glockenturm.

Übersicht des Olympiastadion mit Blick auf den Glockenturm.

Foto: dpa

Berlin. Der Landessportbund Berlin hat den Wunsch nach Olympischen Spielen in der Hauptstadt bekräftigt. Für eine mögliche Bewerbung bereits um die Sommerspiele 2032 sieht der Dachverband allerdings aufgrund der politischen Konstellation Schwierigkeiten. "Erst mal wollen wir die Spiele überhaupt nach Berlin bekommen. 2032 wäre ein gutes Datum. Da ist das Zeitfenster aber sehr eng", sagte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Durch die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2021 könnte aus Sicht von Härtel frühestens 2022 der Weg für eine Bewerbung geöffnet werden, die in einer Koalitionsvereinbarung festgelegt sei. "Man braucht lange Vorläufe. Und das wird für 2032 sehr, sehr eng." Für Berlin komme aber auch eine Kandidatur um die Spiele 2036 in Frage, betonte der Landessport-Chef.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte einer Bewerbung aus Berlin für 2036 - 100 Jahre nach den am selben Ort von den Nationalsozialisten missbrauchten Spielen 1936 - zuletzt klar eine Absage erteilt. Laut Veronika Rücker, Chefin des Deutschen Olympischen Sportbundes, ist eine deutsche Kandidatur für diesen Zeitpunkte aber noch nicht vom Tisch.

"In diesem Datum liegt zwar eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft", sagte LSB-Chef Härtel. "Aber wir könnten deutlich machen, wohin wir uns 100 Jahre nach 1936 entwickelt, welche Konsequenzen wir aus dieser Schreckensherrschaft gezogen haben, wo wir heute stehen. Wir wollen ein Signal in die Welt senden über unsere demokratische Entwicklung und die Vielfalt in unserer Gesellschaft."

Als Kandidat für eine Olympia-Bewerbung für 2032 hat sich bisher nur die Initiative Rhein-Ruhr aus Nordrhein-Westfalen klar positioniert.