Behörden

Bezirke wollen Beleidigungen gegen Mitarbeiter erfassen

Immer öfter werden Ordnungsamt-Mitarbeiter beleidigt. Diese Anfeindungen sollen nun erfasst werden.

Stephan von Dassel (Die Grünen), Bürgermeister von Berlin-Mitte, auf einer Pressekonferenz.

Stephan von Dassel (Die Grünen), Bürgermeister von Berlin-Mitte, auf einer Pressekonferenz.

Foto: dpa

Berlin. Die Berliner Bezirke wollen Anfeindungen gegen ihre Mitarbeiter in Zukunft zentral erfassen. Am Freitag wollen sich deshalb die Bezirksbürgermeister im Rathaus Tiergarten treffen, sagte der Bürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel (Bündnis 90/Grüne), am Donnerstag.

Im Moment sei das Thema Sicherheit ein "graues Feld" und die Attacken auf Bezirksmitarbeiter würden nicht offiziell erfasst. "Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sagen, sie haben sich inzwischen so daran gewöhnt, beleidigt zu werden, dass sie das auch gar nicht mehr melden. Das wollen wir natürlich auch nicht", sagte Dassel. Ein einheitliches Vorgehen solle das ändern und Vergleichbarkeit zwischen den Bezirken schaffen.

Bürgermeister wollen sich über Sicherheitskonzepte austauschen

Der Bezirksbürgermeister will sich mit seinen Kollegen nach eigenen Angaben auch über Sicherheitskonzepte austauschen. Es solle eine Übereinkunft aller Bezirke darüber geben, ob diese in ihren Gebäuden etwa die Taschen von Besuchern kontrollieren wollten. "Wir können unsere Gebäude nicht schützen wie einen Flughafen", sagte Dassel. Die Bezirke könnten aber darüber beraten, ob ihre Mitarbeiter ausreichend geschult seien für gefährliche Situationen.