Senat

Museum und Wohnhäuser: Plan für Checkpoint Charlie

Das Schild "Sie betreten den amerikanischen Sektor" am Checkpoint Charlie.

Das Schild "Sie betreten den amerikanischen Sektor" am Checkpoint Charlie.

Foto: dpa

Berlin. Der Bau von neuen Wohnungen, einem öffentlichen Platz und einem Museum des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie hat eine wichtige Hürde genommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung im Abgeordnetenhaus beschloss am Mittwoch den Bebauungsplan für das zentrale Areal an dem einstigen Grenzübergang an der Berliner Mauer. Der Entwurf soll nun im Abgeordnetenhaus diskutiert und beschlossen werden. Hochhäuser sind an dem Ort nicht geplant.

Der Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße ist ein Symbol des Kalten Krieges, das gerade bei Touristen beliebt ist. Hier standen sich nach dem Mauerbau 1961 amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Während der Teilung konnten nur Diplomaten und Alliierte den Checkpoint passieren.

Seit vielen Jahren ist das Areal in bester City-Lage nach Ansicht von Kritikern zu einer Art Disneyland verkommen - samt nachgebautem Checkpoint. Berlin-Besucher strömen auch in das dortige private Mauer-Museum, das von Historikern kritisch gesehen wird. Seit Jahren wird die Gestaltung des Areals diskutiert.

Als Gegenstück hatte der Senat auf einer Freifläche eine "Black Box" sowie Informationstafeln an Gehwegen zum geteilten Berlin aufgestellt. Das bislang auf einer Brache am einstigen Kontrollpunkt stehende Mauer-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi, das einen Tag im geteilten Berlin der 1980er Jahre zeigt, muss bei einer Bebauung weichen.