Tarife

Tarifeinigung für Zivile bei ausländischen Streitkräften

Berlin/Mainz. Im Tarifkonflikt um die etwa 13 000 Zivilbeschäftigten bei ausländischen Streitkräften in Deutschland ist eine Einigung erzielt worden. Vorgesehen seien eine Einmalzahlung von 200 oder 250 Euro und eine Erhöhung der Entgelte um drei Prozent zum 1. Januar 2020, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Das neue Tarifwerk habe eine Laufzeit bis Ende Oktober 2020.

Die Ausbildungsvergütungen sollen zudem rückwirkend zum 1. Oktober 2019 um 50 Euro steigen. Die Gewerkschaft befrage nun die Mitglieder zur Einigung, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Mainz. "Wir rechnen mit einem Ergebnis der Befragung bis Ende Januar."

Das Bundesfinanzministerium vertritt bei den Tarifverhandlungen die Arbeitgeberseite, Grundlage dafür ist das Zusatzabkommen zum Nato-Truppenstatut. "Nach drei erfolglosen Verhandlungsrunden in 2019 konnte nunmehr zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern eine Einigung (...) erzielt werden", teilte das Ministerium in Berlin mit. Die Arbeitgeber zeigten sich erleichtert, dass trotz der schwierigen Verhandlungen ein für alle Seiten akzeptabler Abschluss erreicht werden konnte.

Die etwa 13 000 Zivilbeschäftigten sind vor allem bei den US-Streitkräften tätig. Der größte Teil arbeitet in Rheinland-Pfalz, etwa an den Standorten in Baumholder, Spangdahlem oder Ramstein.