Arbeit

Zahl der Pendler gestiegen: Großteil lebt in Brandenburg

Mehr als 334.000 Menschen arbeiten in der Hauptstadt, leben aber nicht hier.

Pendler verlassen im Bahnhof Potsdamer Platz eine Regionalbahn.

Pendler verlassen im Bahnhof Potsdamer Platz eine Regionalbahn.

Foto: dpa

Berlin. Die Zahl der Pendler in Berlin ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Mehr als 334.800 Beschäftigte in der Hauptstadt lebten zum Stichtag 30. Juni 2019 außerhalb Berlins, wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das waren etwa 3,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Insgesamt waren in Berlin am Stichtag rund 1,53 Millionen Beschäftigte registriert.

Überraschend viele Pendler kamen aus Nordrhein-Westfalen

Ein Großteil der Pendler - mehr als 66 Prozent - lebte im angrenzenden Brandenburg. Überraschend viele kamen aber auch aus Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland rangiert mit etwas mehr als 19.600 Menschen zwar deutlich hinter Brandenburg, landet aber an zweiter Stelle vor den übrigen Bundesländern.

Dass diese Beschäftigten täglich zwischen Berlin und NRW hin und her reisen, ist nicht anzunehmen. Die Bundesagentur fasst unter den Begriff Pendler diejenigen, deren Arbeitsgemeinde sich von der Wohngemeinde unterscheidet. "Ob und wie häufig gependelt wird, ist unerheblich", schreibt die Behörde.

Nahezu stabil geblieben ist die Zahl der Pendler in Brandenburg. Sie stieg zum Stichtag um lediglich 0,7 Prozent auf rund 155.90. Die Zahl derjenigen, die davon in Berlin leben, ging dabei um einige hundert Menschen auf 88.274 zurück.