Basketball

Nach Piräus-Coup: Alba vor "nächstem heißen Ritt" in Belgrad

Die Alba-Spieler feiern ihren Auswärtssieg.

Die Alba-Spieler feiern ihren Auswärtssieg.

Foto: dpa

Berlin (dpa/bb) – Der Euroleague-Coup von Piräus sorgte bei den Basketball-Profis von Alba Berlin nur für ein kurzes Glücksgefühl. "Wir freuen uns total. Es war schön, dass es uns mal wieder gelungen ist, den Sack zu zumachen", sagte Manager Marco Baldi über die Kaltschnäuzigkeit seines Teams beim 93:86-Erfolg am Donnerstagabend bei Olympiakos Piräus.

Wirklich lange auskosten können die Spieler den Sieg aber nicht. Denn für die Berliner geht es direkt aus Griechenland weiter nach Serbien, wo am Freitag bei Roter Stern Belgrad das nächste Euroleague-Spiel ansteht (19.00 Uhr/Magentasport). "Das wird der nächste heiße Ritt. Da kann man schnell mal unter die Räder kommen", warnte Baldi. Unlängst hatte sich Bundesliga-Kontrahent Bayern München dort mit 30 Punkten geschlagen geben müssen. "Das wird auch eine Frage der Energie werden", betonte der Manager.

Das Hinspiel hatte Alba 93:80 gewonnen. Doch seitdem hat sich bei den Serben viel getan. "Sie haben sich massiv verstärkt", berichtete Baldi. Neben einem neuen Trainer kamen auch drei neue Spieler, alle "mit Euroleague-Format", wie Baldi bemerkte. Roter Stern hat die jüngsten vier Spiele in der Königsklasse allesamt gewonnen. "Sie haben sehr viel Selbstvertrauen getankt, aber wir sind auch gut drauf", sagte der Berliner Manager.

Der Erfolg in Piräus, der zweiten Auswärtssieg in der Euroleague, hat Alba neues Selbstbewusstsein gegeben. Nach dem Sieg in Athen war es der nächste Coup auf griechischem Boden. "Zwei solche Giganten bei ihnen zu besiegen, ist überwältigend für uns. Wir sollten hier immer spielen", sagte Spielmacher Martin Hermannsson schmunzelnd.

Der Schlüssel des Berliner Aufschwungs ist vor allem die Rückkehr einiger Spieler nach Verletzungen. "Das ist entscheidend und das hilft uns massiv. Durch mehr Tiefe im Kader haben wir auch wieder mehr Frische", sagte Baldi. Das Team von Trainer Aito Garcia Reneses steht in der Europaleague nun mit sechs Siegen auf Rang 16. Nur die ersten acht Teams erreichen nach der Gruppenphase die K.o.-Spiele.