Kriminalität

Ermittlungen nach Angriff auf Auto von Polizei-Gewerkschaft

Scheiben zertrümmert, Reifen zerstochen und Flüssigkeiten im Innenraum: Ein Auto einer Polizei-Gewerkschaft wird über Nacht mutwillig zerstört. Wer steckt dahinter?

Eine zerstörte Scheibe ist an einem Transporter der Gewerkschaft der Polizei Berlin zu sehen.

Eine zerstörte Scheibe ist an einem Transporter der Gewerkschaft der Polizei Berlin zu sehen.

Foto: dpa

Berlin. Vermutlich linksextreme Täter haben ein Auto der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin demoliert. In der Nacht zum Mittwoch seien Scheiben eingeschlagen, Reifen zerstochen und Flüssigkeiten in den Innenraum gespritzt worden, sagte der Sprecher der GdP, Benjamin Jendro. Die Täter hinterließen demnach an der Wand der Tiefgarage in Schöneberg, in der das Auto abgestellt war, den Schriftzug "Gegen den Polizeikongress" - die Veranstaltung ist Anfang Februar in Berlin.

Laut Jendro wurden auch Materialien für die Mitgliederbetreuung beschädigt, die sich im Auto befunden hätten. Die GdP habe Anzeige wegen Sachbeschädigung und versuchten Einbruchs in die Geschäftsstelle erstattet.

"Die Beschädigungen machen eine weitere Nutzung des Fahrzeuges nicht mehr möglich", bilanzierte die Polizei. In dem Fall ermittelt demnach der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz.

Auf der linken Plattform Indymedia heißt es in einem mutmaßlichen Bekennerschreiben, man habe die "Karre tiefergelegt, die Scheiben des Autos eingeschlagen und den Innenraum mit stinkender Flüssigkeit und einem Feuerlöscher aufgefüllt". Unter anderem wird der GdP "politische Einflussnahme" vorgeworfen. Am Ende heißt es unter anderem: "Keine Freunde - keine Helfer!".

Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh verurteilte die Tat: "Wir dürfen nicht abstumpfen. Ich vermisse, dass ein Aufschrei durch die Gesellschaft geht", so Saleh. Sein Parteikollege, Innenexperte Tom Schreiber, sagte bei Twitter über die mutmaßlichen Täter: "Diese Linksautonomen sind Feinde der Demokratie!"