Volleyball

BR Volleys sehen sich gegen Netzhoppers vor einem Neustart

Berlin.  Schon zum 30. Mal in der Geschichte der Volleyball-Bundesliga treffen die Berlin Volleys und die Netzhoppers KW-Bestensee zum Berlin-Brandenburg-Derby aufeinander. Erst einmal haben die Brandenburger das Duell gegen den Hauptstadtclub gewinnen können: am 18. Februar 2012 mit 18:16 im Tiebreak. "Es gibt sicher einfachere Aufgaben, als in der Max-Schmeling-Halle gegen den deutschen Meister anzutreten", erklärte Netzhoppers-Manager Arvid Kinder vor der aktuellen Partie am Donnerstag (19.00 Uhr/Sport1).

Als Selbstgänger sieht Kaweh Niroomand die Partie gegen das Team aus Bestensee dennoch nicht. "Wir haben seit dem 22. Dezember kein Spiel mehr gehabt. Das ist jetzt wie ein Neustart für uns", sagte der Volleys-Manager. Genau aus dieser Tatsache schöpfen die Netzhoppers ihre Zuversicht. "Eine kleine Chance liegt für uns vielleicht darin, dass nach der langen Spielpause alle Mannschaften erst wieder ihren Rhythmus finden müssen", sagt Kinder.

Bei den BR Volleys werden mit Samuel Tuia und Benjamin Patch zwei Stützen für den Angriff allenfalls als Zuschauer dabeisein. Beide haben nach ihren Verletzungen zu Jahresbeginn das Training wieder aufgenommen, doch sowohl für Patch (Achillessehnenanriss) als auch für Tuia (Muskelfaserriss in der Wade) käme ein Einsatz noch zu früh.

Die BR Volleys haben sich in der Hinrunde als Tabellenführer mit acht Punkten Vorsprung vom hartnäckigsten Verfolger VfB Friedrichshafen abgesetzt, wobei das Team vom Bodensee ein Spiel weniger ausgetragen hat. "Das ist ein beruhigendes Polster, aber noch haben wir nichts erreicht", bemerkte Niroomand.

Die Netzhoppers ihrerseits kämpfen um einen Platz, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt. Dabei können sie auch wieder auf ihren Mittelblocker Arran Chambers zurückgreifen. Der Kanadier hat seinen Meniskuseinriss auskuriert, er muss jedoch noch einen beträchtlichen Trainingsrückstand aufholen.

Erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kehrte Simon Guerra nach Bestensee zurück. Der 1,98 Meter große Mittelblocker aus Chile hatte in seinem Heimatland mit der Nationalmannschaft die Olympia-Qualifikation bestritten. Sein Team scheiterte als Zweiter knapp. Ein bitterer Moment, den bei den BR Volleys auch Moritz Reichert und Julian Zenger vor kurzem mit der deutschen Nationalmannschaft bei der europäischen Qualifikationsrunde erlebt hatten.