Freizeit

Das sind die Tipps zum Wochenende in Berlin

Was erleben nur in Mitte? Weit gefehlt. In allen Bezirken Berlins ist eine Menge los. Wir präsentieren eine Auswahl.

Musik nicht nur für Große, sondern speziell für Babys gibt es im Heimathafen Neukölln.

Musik nicht nur für Große, sondern speziell für Babys gibt es im Heimathafen Neukölln.

Foto: picture alliance/Bildagentur-online

Ein Klassik-Konzert für Babys im Heimathafen Neukölln

Einen Höhepunkt gleich zu Beginn des Jahres bietet der Heimathafen Neukölln. Am Sonntag findet dort ein Klassik-Konzert statt – für Babys bis zwei Jahre. Klassik auf der Krabbeldecke, sozusagen. Das Konzert, gespielt von vier Streichern, dauert 45 Minuten. Und ist, wie die Veranstalter versichern, „babyerprobt“. Mitbringen darf man alles, was das Kind braucht: Essen, Trinken, Krabbeldecke, Windeln. Und wenn ein Baby mal schreit – kein Problem: „Es sind ja nur verständnisvolle Zuhörer im Saal“, teilen die Veranstalter mit. Kinder und Babys zahlen übrigens keinen Eintritt, die Karte für Eltern und Erwachsene kostet 17 Euro.

Übrigens: Weil das erste Konzert am Sonntagvormittag so schnell ausverkauft war, findet im Anschluss, um 13 Uhr, ein Zusatzkonzert statt – und hier gibt es noch Restkarten zu kaufen.

Babykonzert im Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, Neukölln. Karten für Erwachsene: 17 Euro. Tickets unter https://babykonzert.de oder per Telefon unter 30 56 82 13 33.

Neujahrskonzert der Musikschule im Rathaus Zehlendorf

Wie lässt sich besser ins neue Jahr starten als mit einem klassischen Konzert. Die Leo-Borchard-Musikschule lädt am Sonntag, 17 Uhr, zu einem Neujahrskonzert in das Rathauses Zehlendorf ein. Auf dem Programm stehen mehrere Ensembles und verschiedene Musikrichtungen. Mit dabei sind unter anderen das Classic Wood Brass Ensemble und das LoDoJaL-Quartett. Der Zehlendorfer Kammerchor wird unter der Leitung von Gisela Massoth singen und die Big Band der Musikschule unter der Leitung von Ralf Ruh spielen. Der Bezirksstadtrat für Kultur, Frank Mückisch (CDU), wird die Veranstaltung mit einem Grußwort zum neuen Jahr eröffnen. Der anschließende Empfang mit dem Auftritt der Band „Bad Boys Club 45“ unter Leitung von Dirk Strakhof wird vom Förderkreis der Musikschule Steglitz-Zehlendorf ausgerichtet und vom Verein Mittelhof unterstützt.

Neujahrskonzert, Sonntag, 12. Januar, 17 Uhr, Rathaus Zehlendorf, Bürgersaal, Eintritt frei, Spenden kommen dem Förderkreis zugute

Eine Mischung aus Chanson und Komik im Kulturhaus Spandau

Im Kulturhaus Spandau geht es an diesem Sonnabend musikalisch und gleichzeitig komisch zu: Auf dem Programm steht die Musik-Comedy-Show „Frau Sonntag und ihr ständiger Begleiter...im verflixten 17ten Jahr“. Die beiden widmen sich dabei einer Frage, die sich mit zunehmender Ehedauer so mancher stellen könnte: „Lohnt sich eine Scheidung noch? Oder bleiben wir aus Trägheit doch lieber zusammen?“ Die Beantwortung der Frage geschieht, so wird es angekündigt, mit ironischen Untertönen, aber gleichzeitig charmant, witzig und musikalisch. Die Rollenverteilung in dem Stück ist klar: Frau Sonntag, mit langen, roten Haaren, singt und instrumentiert; ihre Stimme variiert zwischen hauchzart und derb. Er begleitet sie, oft muss er auch singen und manchmal darf er auch etwas sagen. In der 90-minütigen Show werden bekannte Melodien neu vertextet und auf eigene Art gespielt. In den Zwischentexten wird das Eheleben kabarettistisch in all seinen absurden Facetten ausgespielt.

Kulturhaus Spandau, Mauerstraße 6, 11. Januar, Beginn 20 Uhr, Eintritt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Kiezspaziergang unter dem Motto „Ökumenisches Miteinander“

Der nächste Kiezspaziergang erlaubt wieder einen Blick hinter die Kulissen von Gebäuden, deren Zugang sonst nicht so einfach möglich ist und zeigt Entwicklungen auf der Mierendorffinsel auf, die als eine Art Experimentierfeld für Berlin gilt. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) startet dieses Mal an der Quedlinburger Straße 11 im Norden Charlottenburgs. Zu Beginn wird dort Stadtentwicklungstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) über den neuen Stand der Pläne zur Entwicklung des Areals informieren. Der restliche Kiezspaziergang steht dann unter dem Motto Ökumenisches Miteinander, auf dem Weg werden die Neuapostolische Kirche an der Wernigeroder Straße, die syrisch-orthodoxe Kirche Mor Afrem am Mierendorffplatz und die Gustav-Adolf-Kirche an der Herschelstraße besucht. Weitere Stationen sind die Jugendkunstschule und das Haus am Mierendorffplatz.

Treffpunkt ist am Sonnabend 11. Januar, 14 Uhr an der Quedlinburgerstraße 11. Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenlos.

Handgemachte Rockmusik in der Hellersdorfer Kiste

Der Liedermacher Christian Haase gibt am 17. Januar in der Hellersdorfer Kiste ein Live-Konzert. Haase singt seit 2010 als Nachfolger des verstorbenen Musikers und Baggerfahrers Gerhard Gundermann in der Band „Die Seilschaft“. Bei dem Auftritt am Freitag spielt er jedoch solo auf seiner Gitarre. „Im Zeitalter der galoppierenden Kleingeistigkeit singt und erzählt er von der Möglichkeit, Mensch zu bleiben“, heißt es in der Ankündigung zu dem Konzertabend. Der in Leipzig geborene Sänger und Gitarrist betätigt sich bereis seit seiner Kindheit musikalisch und war bis zur Auflösung von „haase & band“ Leadsänger und Namensgeber der Musikgruppe. Christian Haase feiert dieses Jahr bereits sein 25. Bühnenjubiläum. Bei seinen Konzerten schöpft der 38-Jährige aus einem großen Repertoire an Rocksongs aus seinen insgesamt zwölf veröffentlichten Alben.

17. Januar, 20 Uhr, Die Kiste, Heidenauer Straße 10. Tickets sind zu 13 Euro im Vorverkauf oder zu 15 Euro vor Ort erhältlich.

Alexander Kulpok präsentiert sein neues Buch in der Humboldt-Bibliothek

Über den Sender Freies Berlin (SFB) geht es bei der nächsten Buchlesung in der Humboldt-Bibliothek. Alexander Kulpok wird am 16. Januar sein neues Buch mit dem Titel „SFB mon amour.“ präsentieren. Über dieses Thema ist bislang kaum etwas publiziert worden. Umso bedeutender scheint nun das Ergebnis jahrelanger Recherche und Sammelleidenschaft des ehemaligen SFB-Journalisten, der den Sender über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Kulpok führt durch die Jahrzehnte, erinnert an Sendungen und Moderatoren, politische Krisen und die Entwicklung des Mediums. Umfangreich bebildert mit bislang nicht veröffentlichten Fotografien widmet sich das Buch einem Stück Fernsehgeschichte. Der Sender Freies Berlin war von seiner Gründung am 12. November 1953 bis zum 30. April 2003 als Landesrundfunkanstalt des Landes Berlin eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Am 1. Mai 2003 fusionierte der SFB mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg zum neuen Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Donnerstag, 16. Januar, 19.30 Uhr, Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, 13507 Berlin, Eintritt frei.