Demonstrationen

Anti-Iran-Kundgebung in Berlin nach Tötung Soleimanis

Demonstranten protestieren gegenüber der Botschaft des Iran mit verschiedenen Plakaten.

Demonstranten protestieren gegenüber der Botschaft des Iran mit verschiedenen Plakaten.

Foto: dpa

Berlin. Nach der Tötung des ranghohen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär haben Dutzende Demonstranten in Berlin gegen das politische System im Iran protestiert. Knapp 70 Menschen versammelten sich am Freitagmittag vor der iranischen Botschaft in der Podbielskiallee im Stadtteil Dahlem, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NRWI), der zu dem Protest aufgerufen hatte, sprach von gut 120 Teilnehmern. Vor allem Deutsch-Iraner hätten sich beteiligt, sagte ein Sprecher der Organisation.

Soleimani sei ein Kriegsverbrecher gewesen, sagte der Sprecher. Sein Tod werde den "Trend zum Abgrund des iranischen Regimes" beschleunigen. Man fordere ein härteres Vorgehen der Bundesregierung gegen das Land.

Soleimani war durch einen US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Die iranische Flagge auf dem Berliner Botschaftsgelände hing am Freitag auf Halbmast.

Auch im Iran kam es an vielen Orten zu Demonstrationen - dort allerdings gegen die USA. Hunderttausende sollen laut Medienangaben auf die Straße gegangen sein. Besonders bei den Freitagsgebeten fielen harte Worte in Richtung Washington wie "Tod den USA" und "Rache, Rache". Schon am Vormittag drohte die gesamte iranische Führung den USA mit Rache.