Geschichte

Schüle lässt Umgang mit Verfahren gegen Hohenzollern offen

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle lächelt in die Kamera.

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle lächelt in die Kamera.

Foto: dpa

Potsdam. Brandenburgs neue Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat offen gelassen, ob das Land im Streit um die Forderung der Hohenzollern nach Entschädigung ein bestehendes Gerichtsverfahren fortsetzt. "Das will ich ja gerade mit unseren Partnern klären", sagte Schüle der "Märkischen Allgemeinen" aus Potsdam (Donnerstag).

Das Haus Hohenzollern forderte zuletzt die Rückgabe zahlreicher Kunstgegenstände, ein Wohnrecht im Schloss Cecilienhof oder zwei anderen Liegenschaften sowie 1,2 Millionen Euro Entschädigung vom Land Brandenburg. Die frühere rot-rote Landesregierung hatte im Juli erklärt, sie wolle das Gerichtsverfahren um Entschädigung fortsetzen. Seit November regiert eine rot-schwarz-grüne Regierung in Brandenburg.

Der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg verhandeln seit 2014 mit der Familie Hohenzollern, den Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland. Dabei geht es um Immobilien sowie Kunstschätze aus den Beständen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Deutschen Historischen Museums. Die Bundesregierung fordert von Brandenburg Auskunft über das weitere Vorgehen.

Schüle hatte die Bundesregierung zu einer Verständigung im Streit um die Rückforderungen aufgerufen. Finanzministerin Katrin Lange (SPD), die ebenfalls für das Land mit am Verhandlungstisch sitzt, prüft ebenfalls noch, wie es weitergehen soll.

Schüle sagte der Zeitung, es gehe um strittige Kunstgegenstände von nationaler Bedeutung. "Deshalb müssen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern darüber verständigen, wie es weitergeht. Und dafür muss alles, was bisher gelaufen ist, auf den Tisch."