Gesellschaft

Zulauf in sorbischen Kitas und Schulen trotz Schließung

Tafel mit der Aufschrift "Willkommen" auf Deutsch und Sorbisch in einem Klassenzimmer.

Tafel mit der Aufschrift "Willkommen" auf Deutsch und Sorbisch in einem Klassenzimmer.

Foto: dpa

Potsdam. Obwohl es in den sorbischsprachigen Gemeinden Brandenburgs seit mehreren Jahren mehr Kinder und Jugendliche gibt, werden Kindertagesstätten und Schulen geschlossen. So verringerte sich die Zahl der Kitas mit zweisprachigen Angeboten im Schuljahr 2019/20 im Vergleich zum Schuljahr 2012/2013 um drei auf 173, wie aus einer Antwort des Wissenschaftsministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Die Anzahl der Schulen nahm um jeweils eine Grund- und eine Oberschule auf insgesamt 25 ab.

Dagegen stieg die Zahl der Vorschulkinder in der Niederlausitz zwischen den Schuljahren 2011/2012 und 2018/2019 nach Angaben des Bundes der Lausitzer Sorben (Domowina) um 35 auf 266. Im selben Zeitraum nahm die Schülerschaft von 1796 auf 1805 zu.

In den Schulen wird laut Wissenschaftsministerium Sorbisch/Wendisch fakultativ als Begegnungssprache, Fremdsprache, Zweitsprache und/oder bilingual angeboten. Am Niedersorbischen Gymnasium ist die Teilnahme am zweisprachigen Unterricht obligatorisch.