Auszeichnung

Wir suchen den Berliner des Jahres 2019

Wer hat in diesem Jahr Herausragendes geleistet? Machen Sie mit bei der Wahl der Berliner Morgenpost und schlagen Sie Kandidaten vor.

Dieter Puhl, bis Ende 2018 Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, wurde im vergangenen Jahr zum Berliner des Jahres gewählt.

Dieter Puhl, bis Ende 2018 Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, wurde im vergangenen Jahr zum Berliner des Jahres gewählt.

Foto: Jörg Krauthöfer /Funke MedienGruppe

Berlin. Noch gut zwei Wochen, dann feiern wir den Jahreswechsel und den Start in eine neue Dekade. Und wie stets in den vergangenen Jahren fragt die Berliner Morgen in der Vorweihnachtszeit ihre Leser und Leserinnen, wer es verdient haben könnte, als „Berliner des Jahres“ ausgezeichnet zu werden. Es ist bereits die 16. Auflage der Aktion.

2004 begründete die Berliner Morgenpost diese Tradition und lobte zum ersten Mal den Ehrenpreis aus. Gesucht wurde bei jenem ganz besonderen Jahresrückblick eine Persönlichkeit, die im zurückliegenden Jahr Herausragendes in unserer Stadt geleistet hatte. Damals fiel die Wahl auf Peter Raue. Der Jurist und Kulturförderer hatte die Ausstellung mit Meisterwerken des Museums of Modern Art (MoMA) aus New York nach Berlin gebracht und für einen einmaligen Publikumsmagneten gesorgt. 1,2 Millionen Besucher sahen die Schau in der Neuen Nationalgalerie, ließen sich auch durch stundenlanges Schlangestehen nicht abschrecken – ein Jahrhundertereignis.

Gefragt sind auch Menschen, die sich für andere einsetzen

Nun fragt die Berliner Morgenpost ihre Leser und Leserinnen erneut: Wer hat sich in diesem Jahr durch eine besondere Leistung ausgezeichnet, wer hat dafür gesorgt, dass einmal nicht der Mietendeckel, die Verkehrsmisere oder politische Querelen um fehlende Schulplätze die Schlagzeilen bestimmten? Nennen Sie uns Kandidatinnen und Kandidaten, die Sie im Jahr 2019 beeindruckt oder berührt haben und denen Sie mit einer besonderen Auszeichnung Anerkennung zollen möchten.

Sie können Prominente oder „Helden des Alltags“ vorschlagen. Künstler sind uns ebenso willkommen wie Sportler, Wissenschaftler oder Unternehmer. Selbstverständlich können Sie auch Politiker nennen, wenn diese nach Ihrer Überzeugung Besonderes geleistet haben. Und natürlich Berlinerinnen und Berliner, die bürgerschaftliches Engagement gezeigt und sich für ihre Nachbarn und die Stadtgemeinschaft eingesetzt haben, die Zivilcourage bewiesen oder auf andere Weise Gutes getan haben.

Sieger 2018: Der Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, Dieter Puhl

Im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf Dieter Puhl, der bis Ende 2018 die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo leitete und seitdem in der Stabsstelle „Gesellschaftliche und christliche Verantwortung“ der Stadtmission arbeitet. Er wurde für sein jahrelanges Engagement für obdachlose Menschen in der Stadt ausgezeichnet. „Dieter Puhl ist ein Lobbyist der Obdachlosen – im besten Sinne. Er ist Vordenker, wenn es darum geht, wie man obdachlosen Menschen über eine bloße Spende von Geld oder Kleidung hinaus helfen kann“, hieß es in der Begründung der Jury.

Ausgezeichnet wurde aber auch der hervorragende Netzwerker Dieter Puhl, der es immer wieder schafft, Unternehmer, Politiker oder Sportler für die gute Sache zu gewinnen. 2017 entschied sich die Jury für Andreas Knieriem, den Direktor von Zoo und Tierpark. „Er verkörpert in hohem Maße Kompetenz und eine positive Ausstrahlung. Unter seiner Ägide werden Zoo und Tierpark zu zeitgemäßen Anlagen umgebaut, die den Besuchern viele Attraktionen und mehr Service bieten“, begründete die Jury seinerzeit.

Dreimal machten bislang Sportler das Rennen

Zu den Siegern der vergangenen Jahre zählt der im Juli dieses Jahres verstorbene Unternehmer und Mäzen Hans Wall. Er erhielt die Auszeichnung 2005, weil er etliche Projekte in der Stadt unterstützte – auch mit großen Geldsummen. 2008 wurde der Entertainer Frank Zander geehrt, der sich ebenfalls sehr für arme und obdachlose Berliner stark macht und seit vielen Jahren ein Gänsebratenessen für mehrere Tausend Gäste im Hotel „Estrel“ organisiert.

Dreimal machten bislang Sportler das Rennen: 2012 war es Diskuswerfer Robert Harting, 2013 Tennis-Star Sabine Lisicki sowie 2016 der damalige Hertha-Trainer Pal Dardai. 2009 wurde mit Musiker Peter Fox („Schwarz zu Blau“) erstmals ein Künstler „Berliner des Jahres“. 2014 fiel die Wahl auf die Brüder Marc und Christopher Bauder, die zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Installation „Lichtgrenze“ geschaffen und Geschichte lebendig gemacht hatten.

Flüchtlingshelfer stellvertretend für alle geehrt

Mehrfach wurden Menschen ausgezeichnet, die nicht prominent sind. 2006 wurde die Ärztin Jenny de la Torre geehrt, die mit ihrer Stiftung Obdachlose medizinisch betreut. 2011 gewann Monika Schultz – stellvertretend für alle Berliner, die Zivilcourage zeigen. Schultz griff auf dem S-Bahnhof Marzahn bei einem Streit zwischen mehreren Männern ein und zog einen Beteiligten von den Gleisen zurück auf den Bahnsteig, bevor der nächste Zug kam.

2015 zeichneten wir Philipp Bertram aus, der in einer Notunterkunft Flüchtlinge betreute, auch ihn stellvertretend – für alle Berliner, die Geflüchteten geholfen haben.

Und wer könnte in diesem Jahr gewinnen?

Wer könnte in diesem Jahr Chancen auf den Titel haben? Vielleicht Franziska Giffey? Die SPD-Politikerin hat als Bundesfamilienministerin viele Sympathien gewonnen. Oder Monika Grütters? Die Kulturstaatsministerin (CDU) hat viel Geld für Kultur nach Berlin gebracht, vor allem für das Museum des 20. Jahrhunderts.

Vielleicht Dirk Zingler? Der Präsident des 1. FC Union hat wesentlichen Anteil am Erfolg des Bundesliga-Neulings. Oder Barrie Kosky? Der Intendant der Komischen Oper hat erneut grandiose Inszenierungen erarbeitet. Oder Heinz Ostermann? Der Neuköllner Buchhändler engagiert sich gegen Rechtsextremismus.

Für wen Sie auch votieren: Bitte schreiben Sie uns, beteiligen Sie sich an der Wahl zum „Berliner des Jahres 2019“ – und gewinnen Sie eines unserer „Berlin-Sets“. Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift.

Und so können Sie teilnehmen

Schicken Sie Ihren Vorschlag, bitte immer mit dem Stichwort „Berliner des Jahres 2019“ versehen, per E-Mail an aktionen@morgenpost.de oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Lokalredaktion, Kurfürstendamm 21 in 10719 Berlin oder per Fax an die Nummer(030) 88 72 77 967. Ihr Vorschlag muss spätestens am kommenden Sonnabend, 21. Dezember, 20 Uhr, in der Redaktion vorliegen.

Bitte schreiben Sie zu dem von Ihnen favorisierten Kandidaten eine kurze Begründung, warum dieser Berliner oder diese Berlinerin es verdient hat, von der Berliner Morgenpost ausgezeichnet zu werden. Aus allen Vorschlägen der Leser und unserer Mitarbeiter stellt die Berliner Morgenpost eine Liste mit 50 Kandidaten zusammen, die eine Jury auswertet. Diese Liste der Nominierten erscheint nach Weihnachten in der Berliner Morgenpost. Dann tagt unsere Jury. In der Ausgabe vom 2. Januar 2020 verraten wir Ihnen, wer „Berliner des Jahres 2019“ geworden ist.

Unter allen Einsendern verlosen wir wieder Präsente als Dankeschön fürs Mitmachen. Zu gewinnen gibt es in diesem Jahr „Berlin-Sets“ der Morgenpost. Diese bestehen aus unserer beliebten großen Bezirke-Tasse sowie einem Shopper, in dem Sie Ihre Einkäufe verstauen können.