Gesundheit

88 Neuinfektionen mit dem Noro-Virus in Berlin gemeldet

In Berlin haben sich Infektionen mit Rota- und Noro-Virus gehäuft. Für die Jahreszeit sei es laut Lageso aber ein typisches Maß.

Gegen einen Virus schützt man sich am besten mit sorgfältiger Händehygiene.

Gegen einen Virus schützt man sich am besten mit sorgfältiger Händehygiene.

Foto: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Winterzeit ist Virus-Zeit. In der ersten Dezemberwoche sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso) berlinweit 88 Neuinfektionen mit dem Noro-Virus gemeldet worden, elf Fälle waren es beim Rota-Virus. Die Bild-Zeitung hatte kürzlich von einer Epidemie gesprochen. Vor dieser Einschätzung weicht das Lageso aber zurück, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilt. Für die Jahreszeit würden sich die Zahlen auf einem typischen Niveau befinden.

Mehrere Fälle sorgten in Berlin für Verunsicherung

Mehrere Fälle in Steglitz-Zehlendorf und Reinickendorf hatten für Verunsicherung gesorgt. In Steglitz-Zehlendorf waren in der ersten Dezemberwoche elf Noro-Virus-Infektionen sowie ein Rota-Virus-Fall gemeldet worden. In Reinickendorf waren es sechs Erkrankungen mit dem Noro-Virus und eine mit dem Rota-Virus.

Weitaus heftiger sei eine Rota-Virus-Welle im Frühjahr gewesen, so die Sprecherin weiter. Dort waren von Januar bis Mitte Mai insgesamt 2563 Fälle des Rota-Virus angegeben worden, das entspricht fünf Mal mehr gemeldeten Fällen als im Vergleichszeitraum der letzten fünf Jahre. 600 Fälle waren es beim Noro-Virus. Besonders betroffen waren Menschen über 70 Jahre.

Auffällig beim Rota-Virus sei, dass wellenartige Erkrankungsschübe im Zwei-Jahres-Rhythmus auftreten. „Einem Saisonjahr mit niedrigen Fallzahlen folgt zumeist ein Saisonjahr mit deutlich höheren Fallzahlen“, so die Sprecherin weiter.

Am besten schütze man sich mit sorgfältiger Händehygiene. Bei Säuglingen unter sechs Monaten werde seit 2013 eine Impfung empfohlen.