Risse im Beton

Abriss der Elsenbrücke beginnt im Frühjahr

Die Spree-Überführung muss erneuert werden. Autofahrer zwischen Friedrichshain und Treptow drohen jetzt zusätzliche Einschränkungen.

Absperrungen stehen auf der Elsenbrücke.

Absperrungen stehen auf der Elsenbrücke.

Foto: Paul Zinken / ZB

Berlin . Die marode Elsenbrücke soll ab Frühjahr nächsten Jahres schrittweise demontiert werden. Autofahrer müssen auf der wichtigen Verbindung zwischen Friedrichshain und Treptow dann mit zusätzlichen Einschränkungen rechnen. Dies bestätigte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung. Zuerst hatte die „Berliner Zeitung“ darüber berichtet.

Elsenbrücke: zwei Millimeter breiter Riss verläuft durch Betonträger

Experten hatten, wie berichtet, im August 2018 bei einer planmäßigen Inspektion der zwischen 1965 und 1968 erbauten Brücke aus Spannbeton einen 25 Meter langen Riss entdeckt. Der knapp zwei Millimeter breite Riss verläuft im östlichen Brückenüberbau quer durch einen Betonträger. Die Brückenseite ist seither für den Autoverkehr gesperrt, nur Radfahrer und Fußgänger dürfen noch drüber. Vor gut eine Jahr fiel die Entscheidung, die irreparabel geschädigte Brücke durch einen rund 50 Millionen Euro teuren Neubau zu ersetzen.

Laut Senatsverkehrsverwaltung ist inzwischen die Ausschreibung des mit acht Millionen Euro kalkulierten Abrisses der östlichen Brückenhälfte abgeschlossen worden. Das ausgewählte Bauunternehmen soll bereits im Januar mit der Baustelleneinrichtung beginnen, heißt es.

Ab Frühjahr 2020: Nur noch drei Spuren für Autoverkehr

Damit die Ostbrücke abgerissen werden kann, wird ab Frühjahr 2020 auch der Fuß- und Radverkehr auf die westliche Brücke verlegt – zulasten des Autoverkehrs. Autofahrern stehen dann nur noch drei Spuren zur Verfügung, in die eine Richtung zwei, in die Gegenrichtung nur eine. Aktuell sind es noch zwei Fahrstreifen pro Richtung, die jedoch nicht ausreichen. Vor allem im Berufsverkehr kommt es um die Brücke herum immer wieder zu langen Staus.

Die Senatsplanung sieht vor, dass im Frühjahr in der nördlichen und südlichen Brückendurchfahrt die Spree mit Erde aufgefüllt wird. Dadurch könne der Überbau abgestützt und der Mittelteil der Brücke heruntergehoben und später im Osthafen demontiert werden. Gehe alles nach Plan, könne der Abbruch Ende 2020 oder Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Direkt anschließend soll dann eine Behelfsbrücke aus Stahlfertigteilen errichtet werden, über die der Verkehr während des dann folgenden Abrisses der westlichen Brücke rollen kann. Die neue Brücke mit zwei Autospuren pro Richtung sowie zwei Geh- und Radwegen soll bis 2028 aufgebaut werden.