Mitte

Baden in der Spree - Flussbad kann gebaut werden

Der Senat Berlin beschließt das Stadtumbaugebiet „Umfeld Spreekanal“ – inklusive Ufertreppe und Flussbad.

Baden vor historischer Kulisse in Berlins Mitte – wie hier beim 4. Berliner Flussbadpokal an der Museumsinsel 2018 – soll bald ganz regulär und mit direktem Wasserzugang möglich sein.

Baden vor historischer Kulisse in Berlins Mitte – wie hier beim 4. Berliner Flussbadpokal an der Museumsinsel 2018 – soll bald ganz regulär und mit direktem Wasserzugang möglich sein.

Foto: Sergej Glanze

Berlin. Das Flussbad in der historischen Mitte Berlins kann gebaut werden. Das hat der Berliner Senat am Dienstag beschlossen. Mit der Festlegung des Stadtumbaugebiets „Umfeld Spreekanal“ seien die Weichen zur Realisierung des Projektes „Fluss Bad Berlin“ gestellt worden, teilte der Senat mit. Zugleich ist damit auch der Bau einer großzügigen Ufertreppe am sonnigen Südwestufer des Kanals, zwischen Denkmalsockel und Schloßbrücke zu Füßen des Humboldt Forums, beschlossen.

Das neue Stadtumbaugebiet umfasst das gesamte Projektgebiet zwischen Fischerinsel und Monbijoubrücke – das Flussbad ist somit ein zentraler Baustein im Gesamtvorhaben. „Hier an der Schlossfreiheit wird vor dem Hauptportal des Humboldt Forums ein hochwertiger Aufenthaltsort am Wasser und der erste praktische Wasserzugang zum Spreekanal entstehen, der schon bald zum Schwimmen einladen soll“, sagte Jan Edler, Vorstand von Flussbad Berlin e.V.

„Der heutige Senatsbeschluss ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Rückgewinnung der innerstädtischen Spree als natürliche Ressource für Mensch und Natur und als neue alte Entwicklungsachse im historischen Zentrum Berlins“, so Edler weiter.

Baden in der Spree – Bund und Land geben sechs Millionen Euro

Die Finanzierung zur Planung und zum Bau der Freitreppe konnte bereits im April 2019 durch eine erneute Förderzusage im Rahmen des Bundesförderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/2019 gesichert werden. Bund und Land fördern die Freitreppe „Schlossfreiheit“ mit insgesamt mehr als sechs Millionen Euro. Geplant sind zudem ein naturnaher Flusslauf an der Fischerinsel, ein Filterbereich zur Wasserreinigung und ein Schwimmbereich mit Wasserzugängen.

„In der Berliner Mitte treffen vielfältige Interessen aufeinander, diese gilt es in Einklang zu bringen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Mit dem Beschluss des Stadtumbaugebiets und der Errichtung der Freitreppe hin zum Spreekanal werde das bestehende Umfeld deutlich verbessert und ein neuer, attraktiver Ort für Berliner und Berlin-Besucher geschaffen.