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111 Berliner Schulen kämpfen gegen Rassismus

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Andreas Heimann
Die Gottfried-Keller-Oberschule in Charlottenburg

Die Gottfried-Keller-Oberschule in Charlottenburg

Foto: caption / schmiemann Brigitte Schmiemann

Seit Freitag findet das Landestreffen unter dem Motto „Grenzen überwinden“ statt. Es geht auch um den Klimawandel.

Berlin. In Berlin gibt es inzwischen 111 „Schulen ohne Rassismus“. Erst am Mittwoch ist das Netzwerk in der Hauptstadt um ein Mitglied angewachsen. Das Gottfried-Keller-Gymnasium in Charlottenburg ist beigetreten und wendet sich damit ebenfalls gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt in der Schule. Zum diesjährigen Landestreffen unter dem Motto „Grenzen überwinden“ am Freitag erwarten die Organisatoren von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ rund 200 Teilnehmer.

Dabei geht es den Angaben zufolge unter anderem darum, den Schülern und Lehrern die Angebote der Kooperationspartner vorzustellen, zu denen etwa die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Pro Asyl, das Anne Frank Zentrum Berlin und die Amadeu Antonio Stiftung gehören. Einer der Workshops beschäftigt sich auch mit den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels. Das Thema sei eine Frage von globaler Gerechtigkeit und eines, das viele Jugendliche interessiere – auch weil es um ihre Mitsprachemöglichkeiten und ihre Zukunft gehe. So erklären die Organisatoren die Wahl des Themas.

Workshops zu Themen wie Flucht und Menschenrechte

Weitere Workshops widmen sich Themen wie Flucht und Asyl oder Antisemitismus. Auf dem Programm steht auch eine Stadtführung zum Thema Menschenrechte 30 Jahre nach dem Mauerfall sowie eine Exkursion zur Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eigenen Angaben zufolge mit fast 3270 Schulen das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Es arbeitet mit rund 350 außerschulischen Kooperationspartnern zusammen.

Den Titel kann jede Schule bekommen, wenn sie sich anmeldet und sich mindestens 70 Prozent aller Menschen, die dort lernen und arbeiten, mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen. Zudem sollen sie bei Konflikten eingreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchführen.

( dpa )