Filmbranche

Erfolgreiche Serie „Babylon Berlin“ zahlt Förderung zurück

Bei der Weihnachtsfeier des Medienboard Berlin-Brandenburg im Festsaal Kreuzberg gab es wieder eine „Scheck is back“-Übergabe.

Gastgeberin und Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus stieß mit Schauspieler Til Schweiger an.

Gastgeberin und Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus stieß mit Schauspieler Til Schweiger an.

Foto: Joerg Krauthoefer

Berlin. Nach der Förderung ist vor dem Scheck, nach dem Scheck ist vor der nächsten Förderung. So könnte man den jährlichen Zyklus beim Medienboard Berlin-Brandenburg beschreiben, der Filmförderung für die Hauptstadtregion.

Am Donnerstagabend hatte Geschäftsführerin Kirsten Niehuus die Branche wieder zur Vorweihnachtsfeier geladen. Die Location wechselt jedes Jahr, diesmal wurde im Festsaal Kreuzberg am Flutgraben gefeiert.

"Babylon Berlin" zahlt Förderung an das Medienboard zurück

Sonst setzt man auf lieb gewonnene Traditionen. Frei nach dem „Dinner For One“-Motto „Same Procedure As Every Year“. Eine zentrale Konstante ist die „Scheck is back“-Übergabe, bei der ein erfolgreiches Filmprojekt seine Förderung an das Medienboard zurückzahlt. Dieses Mal die ersten beiden Staffeln von „Babylon Berlin“. Die bislang teuerste deutsche TV-Produktion unter der Regie von Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries nach den Romanen von Volker Kutscher, erreichte 2017 und 2018 dank der Ausstrahlung bei Sky und im Ersten bei jeder Folge ein Millionenpublikum. Eine dritte Staffel ist abgedreht und startet am 24. Januar, eine vierte ist in Planung.

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Garderobengeld geht an Geflüchtete in Berlin und Brandenburg

„Die gute Nachricht ist: Ich bin total erkältet. Es wird also ausnahmsweise keine lange Rede geben“, begrüßte Kirsten Niehuus ihre Gäste. Darunter Til Schweiger, Ken Duken, Clemens Schick, Stefan Konarske und Andreas Dresen. „Danke, dass ihr alle hier seid, danke für alle Filme und Serien, die Berlin zu einem besonderen Ort machen.“

Das Garderobengeld in Höhe von fünf Euro wurde wieder für Hilfsprojekte für Geflüchtete in Berlin und Brandenburg gespendet. Immerhin ist die Party mit dem Namenszusatz „kollektiv solidarisch“ versehen. „Uns geht es heute sehr gut. Das ist nicht bei allen Menschen so“, sagte Niehuus. „Beim letzten Mal war es etwas mickrig. Ich hoffe, es lohnt sich heute, dass die Box bewacht wird.“

Als gute Tat für die Umwelt liefen die Gäste über den recycelten roten Teppich der „Jumanji: The Next Level“-Premiere vom Vortag.

Viele Projekte starten in den kommenden Wochen

Bereits am Nachmittag hatte Kirsten Niehuus per Vorschau ihre geförderten Projekte beworben, die in den kommenden Wochen starten. Darunter so unterschiedliche wie Caroline Links Judith-Kerr-Verfilmung „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ mit Oliver Masucci, ein neues Abenteuer vom „Kleinen Raben Socke“ und die Berlin-Doku „Schönheit & Vergänglichkeit“.

In der Pressearbeit für seinen kommenden Film steckt auch Sabin Tambrea. Der Berliner ist ab März in „Narziss und Goldmund“ zu sehen.

Ziemlich gestresst ist derzeit Kollegin Saralisa Volm. „Ich habe gerade so viele Projekte, dass ich froh bin, wenn Weihnachten mal keiner nervt. Die Kinder werden nach Heiligabend erst mal ein paar Tage an die Großeltern verschickt“, sagte die Schauspielerin und Filmproduzentin.

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