Umwelt

Fürst Albert II. dringt auf mehr Engagement für Klimaschutz

Das Staatsoberhaupt von Monaco, Fürst Albert II., wirbt in Deutschland für einen vereinten Kampf gegen den Klimawandel. Er bekommt Unterstützung eines Beraters der Bundesregierung.

Fürst Albert II. von Monaco spricht im Hasso-Plattner-Institut zum Thema Klimawandel.

Fürst Albert II. von Monaco spricht im Hasso-Plattner-Institut zum Thema Klimawandel.

Foto: dpa

Potsdam. Fürst Albert II. von Monaco (61) hat Bürger, Politik und Wirtschaft zu mehr Klimaschutz aufgerufen. "Die Klimasituation verlangt jetzt von uns, dass wir die Art und Weise, wie wir reisen, arbeiten, konsumieren und uns ernähren, ändern", sagte er am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum Klimawandel im Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. "Ich zähle auf uns alle, um dies zu verwirklichen." Er betonte: "Wir wissen mit Sicherheit, dass unser Klima sich in einer sehr beschleunigten Weise ändert." Der Fürst war nach eigenen Angaben zuvor bei der UN-Klimakonferenz in Madrid und will an diesem Donnerstag auch wieder dort sein.

Fürst Albert II. machte 2006 mit einer Tour zum Nordpol auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. Kurz danach gründete er eine Stiftung, die Initiativen für den Umweltschutz und die Förderung nachhaltiger Entwicklung unterstützt. Er betonte in Potsdam auch die Bedeutung des weltweiten Engagements für den Klimaschutz. "Überall sehen wir Bürger und Jugendliche, die sich für den Kampf gegen den Klimawandel zusammenschließen", sagte der Fürst.

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, warb in seinem Beisein für eine Steuer auf das klimaschädliche Kohlendioxid. "Dieser CO2-Preis muss steigen, weil dieser CO2-Preis die Knappheit der Atmosphäre zum Ausdruck bringen kann und muss", sagte der Wissenschaftler, der auch die Bundesregierung berät. Es gehe nicht darum, die Bürger zu schröpfen und zu gängeln, sondern im Kern darum, Innovationen zu ermöglichen.

"Wenn wir weiter so machen wie bisher, werden wir im Verlaufe dieses Jahrhunderts die globale Mitteltemperatur um vier Grad ansteigen lassen", sagte Edenhofer. Er warnte vor Extremereignissen wie Dürren und Überschwemmungen.

Der CO2-Preis ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung. Der Bundesrat hatte am vergangenen Freitag den Weg auch dafür freigemacht: Er soll fossile Kraft- und Heizstoffe verteuern. Edenhofer hatte das Klimapaket als nicht ausreichend kritisiert.