Gesellschaft

Weiter Protest gegen Amazon-Bürotower in Friedrichshain

Das Logo und der Schriftzug von Amazon an einem Gebäude.

Das Logo und der Schriftzug von Amazon an einem Gebäude.

Foto: dpa

Berlin. Der Protest gegen einen neuen Firmensitz des Internetkonzerns Amazon in einem großen Bürohochhaus in Berlin-Friedrichshain hält weiter an. Die Baustelle am S-Bahnhof Warschauer Straße sei gerade eröffnet, "noch ist Zeit, Amazon zu verhindern", schreiben Aktivisten auf Plakaten, die im Stadtteil zu sehen sind. Darauf rufen sie zu Beratungstreffen und Protesten auf.

Amazon werde mit mehr als 3000 gut verdienenden Angestellten in dem 35-stöckigen Hochhaus die Gentrifizierung in der Innenstadt und die Massensammlung von Daten vorantreiben, kritisierten die Aktivisten von "Face2Face". In New York hätten Anwohner erfolgreich den Bau eines neuen Amazon-Hauptsitzes verhindert.

Amazon hatte angekündigt, 28 von 35 Stockwerken in dem Neubau mit dem Namen "Edge East Side Berlin" an der Warschauer Brücke zu mieten. 2023 soll das Gebäude, das eines der höchsten in Berlin wird, fertig werden. Im Herbst hatte der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Grüne), noch versucht, rechtlich gegen das Bauprojekt vorzugehen. Allerdings gibt es bereits seit Jahren vorliegende Genehmigungen.