Handball

Saisonziel "futsch": Füchse hadern mit Schiedsrichter-Duo

Bob Hanning.

Bob Hanning.

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Berlin (dpa/bb) – Mit der bitteren 30:33-Niederlage am Dienstagabend im Pokalviertelfinale gegen die MT Melsungen haben die Füchse Berlin ihr ersten Saisonziel mit dem Erreichen des Final Four verfehlt. "Die Enttäuschung ist natürlich groß, weil wir in der ersten Halbzeit ja auf Kurs waren. Das erste Saisonziel ist schon mal futsch", sagte Manager Bob Hanning.

Zwei Mitschuldige an der Pleite waren auch schnell gefunden: das Schiedsrichter-Duo Fabian Baumgart und Sascha Wild. "Sie haben viel dafür geleistet, dass wir in der zweiten Halbzeit so dezimiert spielen mussten", ärgerte sich Trainer Velimir Petkovic über strittige Entscheidungen. Der Coach berichtete, dass er schon vor der Partie über dessen Ansetzung besorgt war. "Wir haben mit diesem Duo drei Jahre nicht ein Spiel gewonnen", sagte er.

Besonders die Rote Karte in der zweiten Hälfte gegen Kreisläufer Mijaijlo Marsenic konnte man auf Berliner Seite nicht nachvollziehen. "Er hatte vorher nicht eine Zeitstrafe bekommen", wunderte sich Hanning. Die Füchse monierten, dass eine ähnliche Aktion von Finn Lemke gegen Paul Drux nur eine Zeitstrafe nach sich zog. Überhaupt fand man bei den Gästen, dass einige Aktionen mit zweierlei Maß bemessen wurden.

Mit dem Verlust von Marsenic zwanzig Minuten vor Ende und der Verletzung von Abwehrchef Jakov Gojun verloren die Füchse in der Deckung die Kontrolle. "Da ist der komplette Mittelblock weggebrochen", sagte Hanning. Und mit den vielen Unterzahlspielen wurden die Lücken in der Deckung immer größer. Nach einer guten ersten Hälfte, baute man in der zweiten Hälfte stark ab.

Zeit zum Klagen bleibt nicht: Am Sonntag treten die Füchse in der Handball-Bundesliga beim direkten Konkurrenten TSV Hannover-Burgdorf (13.30 Uhr/Sky) an. Linksaußen Tim Mattes forderte deshalb: "Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen, da es am Sonntag direkt weitergeht."