Prozesse

Messerattacke in Berliner Park: Angeklagter schweigt

Der Eingang des Landgerichts Berlin mit dem Schriftzug des Gerichts und dem Berliner Wappen.

Der Eingang des Landgerichts Berlin mit dem Schriftzug des Gerichts und dem Berliner Wappen.

Foto: dpa

Berlin. Nach einer Messerstecherei in einem Park in Berlin-Wedding, bei der ein 47 Jahre alter Mann schwer verletzt worden war, hat der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht zunächst geschwiegen. Der 32-Jährige werde sich derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern, erklärte einer der beiden Verteidiger zu Prozessbeginn am Dienstag. Dem Angeklagten wird versuchter Totschlag zur Last gelegt.

Zu dem mutmaßlichen Angriff war es im Juli 2019 gekommen. Nach einem kurzen Gespräch habe der 32-Jährige unvermittelt mit einem Messer auf den Geschädigten eingestochen, heißt es in der Anklage. Als der 47-Jährige floh, habe der Angeklagte den Mann verfolgt und erneut verletzt. Ein Passant habe schließlich eingegriffen und den mutmaßlichen Angreifer weggeschubst.

Der aus Libyen stammende Angeklagte war den Angaben zufolge drei Tage nach der Tat festgenommen worden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Offen sei, ob sich der mutmaßliche Täter und der Geschädigte kannten, hieß es am Rande der Verhandlung. Der 47-Jährige, der unter anderem eine Stichverletzung auf der linken Brustseite sowie Schnittverletzungen an Stirn und Unterarm erlitten hatte, soll am zweiten Prozesstag am 6. Dezember aussagen.