Eishockey

Eisbären-Profi Noebels übers Team: "Wir haben uns gefunden"

Slowakeis Filip Krivosik (l) und Deutschlands Marcel Noebels kämpfen vor dem deutschen Tor um den Puck.

Slowakeis Filip Krivosik (l) und Deutschlands Marcel Noebels kämpfen vor dem deutschen Tor um den Puck.

Foto: dpa

Berlin. Marcel Noebels blieb die Krönung eines außergewöhnlichen Wochenendes in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) versagt. Der Angreifer der Eisbären Berlin, der im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg am Sonntag bereits zwei Tore in der regulären Spielzeit erzielt hatte, brachte im Penaltyschießen als erster Spieler beider Teams den Puck ins Netz. Doch nach längerem Videostudium versagten die Schiedsrichter dem Treffer die Anerkennung: Noebels hatte den Schläger des Gästetorhüters Chet Pickard im Vorbeilaufen leicht mit dem Schlittschuh touchiert.

"Das ist ärgerlich, weil ich der Meinung bin, dass es ein gutes Tor war", sagte Noebels. "Er lag in der komplett anderen Ecke und hatte keine Chance mehr, an die Scheibe zu kommen." Im Gegenzug traf der Wolfsburger Garrett Festerling und besiegelte die 5:6-Heimniederlage des Tabellenvierten. So war Noebels nicht zum Feiern zumute, obwohl er persönlich auf ein starkes Wochenende mit vier Treffern in zwei Spielen zurückblicken konnte. "Klar schieße ich gerne Tore, aber auf der anderen Seite geht es um Punkte für die Mannschaft", sagte der 27 Jahre alte Nationalspieler.

Dass ihm mit zehn Saisontreffern bereits ein Tor mehr gelungen ist als in der gesamten vorigen Hauptrunde, führte der aktuelle Topscorer der Berliner auf das gute Zusammenspiel mit seinen Nebenmännern James Sheppard und Leonhard Pföderl zurück: "Wir haben uns gefunden", sagte Noebels. "Klar spiele ich momentan mit viel Selbstvertrauen. Aber natürlich ist auch meine Reihe dafür verantwortlich, dass ich Erfolg habe."