Demonstrationen

Nach Klimaprotesten 29 Strafanzeigen gegen Kohle-Gegner

Wasserdampf über den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der LEAG.

Wasserdampf über den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der LEAG.

Foto: dpa

Cottbus. Die Brandenburger Polizei hat nach den Klimaprotesten in der Lausitz 29 Strafanzeigen gegen Kohle-Gegner gestellt - darunter wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Ermittlungen dazu liefen, teilte sie am Sonntag mit. Hunderte Kohle-Gegner waren am Samstag in die Gruben in Jänschwalde und Welzow-Süd eingedrungen. Zudem hatten sie Bahngleise des Tagebaubetreibers Leag besetzt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit beendeten die Blockierer ihre Aktionen.

Rund 2700 Beamte aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen waren am Protestwochenende in der Lausitz im Einsatz. Auch die Bundespolizei unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort. In ihrem Brandenburger Einsatzgebiet auf 2700 Quadratkilometern waren 41 Versammlungen mit insgesamt mehr als 4000 Teilnehmern an mehreren Tagen angemeldet.

Insgesamt zog die Polizei aber eine überwiegend positive Bilanz. Bis auf die Besetzung des Tagebaugeländes in Jänschwalde sei das Wochenende friedlich verlaufen, erklärte sie am Sonntag. Bei der Besetzung der Grube war es zwischen Klimaaktivisten und der Polizei zu Rangeleien gekommen. Dabei wurden drei Polizisten leicht verletzt.

Die Klimaschützer in den Braunkohleregionen in der Lausitz und im Leipziger Revier hatten ihre Proteste am Samstag beendet. Alle weiteren Aktionen für Sonntag wurden von den Kohle-Gegnern abgesagt.