Wohnen

Immer mehr private Vermieter mit immer höheren Einnahmen

Wohnblöcke in Berlin.

Wohnblöcke in Berlin.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin gibt es immer mehr private Wohnungsvermieter, die in den vergangenen Jahren auch höhere Einnahmen erzielten. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsfinanzverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe hervor. Demnach erzielten 2008 in Berlin rund 155 800 Menschen steuerlich erfasste Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von zusammen 275 Millionen Euro. 2017 waren es 196 600 "natürliche Personen", deren Einnahmen sich auf 1,31 Milliarden Euro beliefen. Nicht berücksichtigt sind bei diesen Zahlen kleine und große Wohnungsunternehmen.

In der Antwort der Finanzverwaltung finden sich auch Angaben zur Grunderwerbsteuer, die bei einem Haus- oder Wohnungskauf fällig wird. Die Einnahmen für das Land aus dieser Abgabe stiegen demnach von 304 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 1,06 Milliarden Euro im Jahr 2018. Auch auf die Mieteinnahmen selbst werden unterschiedliche Steuern und Abgaben fällig, deren Aufkommen ebenfalls stieg.

In den vergangenen Jahren seien 30 Prozent mehr Berliner Wohnungsvermieter geworden, kommentierte Luthe. Sie hätten ihre Einkünfte deutlich gesteigert, von denen der Senat seine Steuern erhalten habe. "Dieser Senat hat über Jahre diesem Anstieg tatenlos zugesehen, massiv profitiert und seine Verschwendungspolitik aus diesen nun eifrig kritisierten Entwicklungen finanziert." Als Folge des nun geplanten Mietendeckels werde dieses Steueraufkommen sinken und das Geld - "geschätzte 1,5 Milliarden Euro jährlich" - im Haushalt fehlen, so Luthe.