Fußball

Union verärgert über Niederlage: Entwarnung bei Gikiewicz

Unions Torhüter Rafal Gikiewicz geht vom Platz.

Unions Torhüter Rafal Gikiewicz geht vom Platz.

Foto: dpa

Berlin (dpa) – Dem Ärger über die Niederlage auf Schalke folgte beim Fußball-Bundesligisten FC Union Berlin die Erleichterung über Gesundheitszustand von Rafal Gikiewicz. Der Torhüter musste bei der 1:2-Niederlage in der Veltins Arena nach einem schmerzhaften Zusammenprall länger am Knie behandelt werden. Eine Untersuchung am Samstag ergab jedoch keine strukturellen Verletzungen, teilte der Verein am Samstag mit.

Dagegen ist die Hinrunde für Keven Schlotterbeck beendet. Der Innenverteidiger, der bereits in der 26. Minute ausgewechselt werden musste, hat sich eine Bänderverletzung im rechten Knie zugezogen, wie eine Untersuchung in der Charité am Samstag in Berlin ergab. Der Neuzugang vom SC Freiburg wird die Verletzung konservativ behandeln und seine Reha-Maßnahmen in Berlin durchführen.

Durch die Entwarnung bei Gikiewicz atmete auch Union-Trainer Urs Fischer trotz der Niederlage auf. "Ich habe eine tolle erste Hälfte meiner Mannschaft gesehen. Da haben wir vieles richtig gemacht. Schalke konnte sich nicht entfalten", sagte der Schweizer, "wir hatten genügend Möglichkeiten, in Führung zu liegen. Dann gab es ein komplett anderes Gesicht." Der Coach wird aber seine Schlüsse aus der ersten Halbzeit ziehen im Hinblick auf das kommende Heimspiel gegen Mitaufsteiger 1. FC Köln am 8. Dezember (15.30 Uhr/Sky).

Vor allem in der ersten Hälfte, in der Marcus Ingvartsen mit einem verwandelten Foulelfmeter die Führung der Gastgeber durch Benito Raman schnell ausgleichen konnte, war deutlich mehr drin für die Köpenicker. So kam Schalke aber kurz vor dem Schlusspfiff durch Suat Serdar zum Arbeitssieg.

Viele Kicker des 1. FC Union Berlin wirkten deshalb niedergeschlagen, als sie Worte für den Spielausgang bei Schalke 04 finden mussten. Das 1:2 bedeutete die erste Niederlage nach vier Pflichtspiel-Siegen in Folge. "Wir wussten, dass Schalke in der zweiten Halbzeit mehr Druck machen wird. Die zweite Halbzeit lief irgendwie anders als die erste", sagte Unions linker Außenbahnspieler Christopher Lenz, "wir sind auswärts in Konter gelaufen. Wir mussten hinterher laufen und hatten bei eigenem Ballbesitz nicht mehr die Kraft."