Demonstrationen

Polizei: Deeskalation im Leipziger Revier

Leipzig/Görlitz. Bei den Kohle-Protesten im Leipziger Revier setzt die Polizei nach eigenen Angaben auf Deeskalation. Am Samstag waren mehrere Hundertschaften am Tagebau Vereinigtes Schleenhain im Einsatz, darunter auch berittene Polizei. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände.

Die Polizei schätzte die Zahl der Protestierer auf etwa 1200. Hunderte waren am Morgen in den Tagebau eingedrungen. Die Einsatzkräfte rannten ihnen nicht hinterher - auch um sich selbst nicht den Gefahren im Tagebau auszusetzen, wie Polizeisprecher Andreas Loepki sagte. Der Tagebaubetreiber Mibrag erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Zu den Klimaprotesten hatte das Bündnis "Ende Gelände" aufgerufen. Auch in die Brandenburger Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd waren am Samstag Hunderte Aktivisten eingedrungen. Keine Proteste gab es dagegen laut Polizei im sächsischen Teil der Lausitz in Nochten und Reichwalde sowie am Kraftwerk Boxberg.