Wissenschaft

Markschies neuer Präsident der Akademie der Wissenschaften

Christoph Markschies bei einer Veranstaltung.

Christoph Markschies bei einer Veranstaltung.

Foto: dpa

Berlins ehemaliger Uni-Chef Christoph Markschies wird ab Oktober 2020 neuer Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Akademie wählte den evangelischen Theologen am Freitag als Nachfolger von Martin Grötschel. Dessen fünfjährige Amtszeit ende kommenden September, teilte die Akademie am Freitag mit.

Markschies (57) war von 2006 bis 2010 Präsident der Berliner Humboldt-Universität und ist dort bis heute Professor für Antikes Christentum. Er engagiert sich unter anderem im ökumenischen und im jüdisch-christlichen Dialog. Der Akademie gehört er bereits seit dem Jahr 2000 an. Er ist dort unter anderem Sprecher der Arbeitsgruppe "Verantwortung: Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz".

Mit Markschies habe die Akademie einen exzellenten Wissenschaftler und ausgewiesenen Wissenschaftsmanager an der Spitze, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag. Der neue Akademie-Präsident kenne die Berliner Wissenschaftslandschaft hervorragend und habe sie über eine lange Zeit mitgestaltet. Markschies nannte die Akademie einen wichtigen Denkort für spannende neue Ideen. Er freue sich auf die Arbeit in diesem "Laboratorium der Aufklärung."

Die Akademie ist die größte außeruniversitäre geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung in der Region Berlin-Brandenburg. In Deutschland gibt es insgesamt acht Akademien. Sie vereinen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, betreiben Grundlagenforschung und beraten Gesellschaft und Politik bei der Beantwortung von Zukunftsfragen.