Freizeit

Das sind die besten Tipps zum Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. In allen Berliner Bezirken gibt es tolle Veranstaltungen. Unsere Tipps zum Wochenende.

Die Gruppe Mo'Voce kommt ins Kulturhaus Spandau.

Die Gruppe Mo'Voce kommt ins Kulturhaus Spandau.

Foto: Mo'Voce

Im Kulturhaus Spandau wird es mit Mo’Voce weihnachtlich

Passend zum 1. Advent wird an diesem Sonntag im Kulturhaus Spandau die Weihnachtszeit musikalisch eingeläutet. Auf der Bühne steht am Abend Mo’Voce, eine internationale Klassik-Pop-Gruppe aus Berlin. Übersetzt bedeutet deren Name „mehr Stimme“, bestehend aus dem in Afrika umgangssprachlich verwendeten „mo“, eine Kurzform vom englischen „more“, und dem italienischen Wort „Voce“. Zu der Gruppe gehören Sarai Cole, die bereits mehrere internationale Opernwettbewerbe gewonnen hat, der gebürtige Berliner Frank Odjidja, Jeremie Johnson und Aaron Reeder, der schon mit Opern-Ensembles weltweit aufgetreten ist. Das Repertoire von Mo’Voce ist vielfältig und reicht von Popklassikern über Operette und Musical bis hin zum Gospel. Auf der Bühne wird das Quartett unterstützt von Donna Brown, Leiterin der Golden Gospel Pearls, und dem W27 Streichquartett.

Kulturhaus Spandau, Theatersaal, Mauerstraße 6 in Spandau, Konzertbeginn am 1. Dezember, 18 Uhr, Kartenpreis 17, ermäßigt 15 Euro

Historische Weihnachten erleben im Knoblauchhaus im Nikolaiviertel

Das Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel verwandelt sich vom 1. Dezember 2019 bis zum 1. Januar 2020 in ein festlich geschmücktes Weihnachtshaus der Biedermeierzeit. Auf die Besucher warten antike Nussknacker, Brummteufel und Weihnachtspyramiden im historischen Ambiente eines der ältesten erhaltenen Bürgerhäuser Berlins, an einer Stelle im historischen Zentrum, wo Berlin so pittoresk wirkt wie kaum woanders Stelle. Am ersten, dritten und vierten Adventssonntag könnten Sie dort bei einer Führung die Entstehung und den Wandel weihnachtlicher Traditionen kennenlernen. Nachmittags verwandelt sich beim Familienprogramm der Salon in eine Weihnachtswerkstatt für Kinder, in der nach historischen Vorlagen gewerkelt und gebastelt wird. Es entstehen Christbaumschmuck und eigene Weihnachtsdekorationen zum Schmücken und Verschenken.

Museum Knoblauchhaus, Poststraße 23, 10178 Mitte. Di.-So. 10-18 Uhr. Eintritt frei. Weihnachtsführung: So. 13 Uhr, Eintritt: 7 Euro/ 4 Euro/ bis 18 Jahre frei. Familienprog.: 14.30-17.30 Uhr. Eintritt: 10 Euro/ 7 Euro/ bis 18 Jahre frei.

Das zauberhafte Moritatenzelt im Körnerpark ist eröffnet

Wie jedes Jahr in der Adventszeit werden in dem zauberhaften Moritatenzelt Märchen aus aller Welt für Kinder und Erwachsene in der Originalsprache erzählt. Mimik, Gestik und farbenfrohe Bilder sorgen dafür, dass die Zuhörenden unabhängig von ihrer Muttersprache die Geschichten verstehen und erleben können. Anschließend werden die Märchen gemeinsam auf Deutsch besprochen. Anlässlich der Eröffnung des diesjährigen Moritatenzelts am 1. Dezember um 14 Uhr werden die fünf Märchen vorgestellt, die der Fachbereich Kultur des Bezirksamts Neukölln in Kooperation mit dem Kulturnetzwerk Neukölln e.V. als zweisprachige Hefte herausgegeben hat. Die Märchen stammen aus Bulgarien, China, Finnland, Kamerun und der Türkei. Das Moritatenzelt ist an allen vier Adventssonntagen zwischen 14 und 18 Uhr im Kreativraum neben der Galerie im Körnerpark geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kreativraum im Körnerpark, Schierker Str. 8, Neukölln. Weitere Informationen: www.berlin.de/kunst-und-kultur-neukoelln/veranstaltungen/moritatenzelt

16 Chöre singen in der Ladenstraße von Onkel Toms Hütte

An der Schöneberger Crellestraße ist das Chorfest schon legendär – jetzt kommt es zum ersten Mal nach Zehlendorf. „Nun singet und seid froh“ heißt es bei der Chorfest-Premiere am Sonnabend in der Ladenpassage der U-Bahnstation ­Onkel-Toms-Hütte. 16 Chören werden singen, darunter sind der Charlottenburger Frauenchor, die Chorwerkstatt Berlin, Die Papagenas – der Chor aus der benachbarten Papageiensiedlung und natürlich der CrelleChor. An wechselnden Orten in den Ladenpassagen und in den Bahnhofshallen werden die Zuhörer mit Rock, Pop, Gospel, Jazz und klassischen Gesängen erfreut. Auch Weihnachtliches wird zu hören sein. Kinder können auf einem historischen Karussell ihr Runden drehen und mit Riesenbauklötzen bauen. Auf dem festlich geschmückten Marktplatz und in den Ladenpassagen gibt es Bio-Bratwurst, Glühwein und Punsch, frisch gerösteten Kaffee, Waffeln und Kuchen.

U-Bahnstation Onkel-Toms-Hütte, Ladenpassage, Sonnabend, 30. November, 10 bis 16 Uhr

Wie einst Zeitungen und Bücher per Hand entstanden

Einst hatten die Unternehmen Ullstein, Mosse und Scherl in diesem Teil Kreuzbergs ihren Sitz. Das Areal um Koch-, Friedrich-, Markgrafen- und Charlottenstraße galt als Zeitungsviertel. An der Ritterstraße befand sich die „Buchdruckerei Otto Schneider“. Sie wurde 1928 vom Namensgeber eröffnet und später bis zum Jahr 2001 von dessen Sohn Gerd betrieben. Als anschließend das Gebäude verkauft wurde, fanden die Geräte und schweren Maschinen ein neues Domizil im Erdgeschoss des Museums. Tagsüber gibt es Druck- und Setzworkshops für Kinder- und Jugendliche und abends und an Wochenenden Kurse im Buchbinden und Drucken für Erwachsene. Besucher können sich von ehrenamtlich arbeitenden Buchdruckern und Maschinensetzern Bleischriften, Ornamente, Messinglinien, einen Heidelberger Tiegel und die Automatic-Frontex-Schnellpresse vorführen lassen.

Friedrichshain-Kreuzberg Museum, geöffnet: Dienstag–Freitag 12–18 Uhr, Samstag–Sonntag 10–18 Uhr, Eintritt frei, www.fhxb-museum.de

Jiddische Geschichten und Lieder zur Blauen Stunde

Die Musikgruppe „Die Blaue Stunde“ gibt es mittlerweile seit 16 Jahren. „Der Name beschreibt den Übergang vom Tag zur Nacht“, sagt die Gründerin Birgit Lorenz, „vom Wachen zum Träumen“. In dieser besonderen Zeit werden fröhliche sowie melancholische Geschichten erzählt. Das Trio singt und spielt jiddische Lieder. „Main Cholem“ heißt das Programm. Es sind Geschichten aus dem jüdischen Städtchen. In den Texten erinnern sich Menschen an ihre Kindheit, an die erste Liebe und an den Rabbi. Gesungen wird auf Jiddisch. Bereits seit vielen Jahren begeistert sich Birgit Lorenz für jiddische Musik. Hauptberuflich ist sie Musiklehrerin an einer Grundschule. Im Konzert singt sie und sagt etwas zur Entstehung der Lieder und zu den Komponisten. Sie spielt außerdem Klarinette und Blockflöte. Der Musik­therapeut Matthias Hackmann spielt Gitarre und singt. Violinist Ahmet Tirgil ist Musikschullehrer und tritt auch mit anderen Formationen auf.

1.12., 18 Uhr, Schlossplatztheater, Alt-Köpenick 31, Treptow-Köpenick, Karten kosten 17,50 Euro, Tel. 030 65 16 516, www.schlossplatztheater.de