Verkehr

Flugbetrieb in Schönefeld wegen Weltkriegsbombe gestoppt

Ausgerechnet am Freitagmittag ging nichts mehr am Flughafen Schönefeld: Alle Flugzeuge blieben am Boden. Nach einer Stunde ging es weiter. Vorerst.

Taxen warten vor dem Flughafen Schönefeld in den frühen Morgenstunden.

Taxen warten vor dem Flughafen Schönefeld in den frühen Morgenstunden.

Foto: dpa

Schönefeld. Am Berliner Flughafen Schönefeld war der Flugbetrieb am Freitagmittag wegen einer Weltkriegsbombe für eine gute Stunde unterbrochen. Kampfmittelexperten verschafften sich nach Polizeiangaben ein Bild von der Lage und zogen einen Sicherheitsradius um die Fundstelle. "Der Flugbetrieb kann sicher stattfinden und ist vorerst wieder aufgenommen", teilte das Unternehmen mit. Entschärft werden soll die Bombe in der Nacht zum Samstag.

Während der Unterbrechung wurden nach Flughafen-Angaben sechs ankommende Maschinen nach Tegel umgeleitet. Sechs Starts verzögerten sich demnach um bis zu einer Stunde.

Die Bombe war nach Angaben eines Sprechers bei Bauarbeiten an einem Rollweg entdeckt worden. Am Taxiway G werden Flächen asphaltiert. Der Rollweg verläuft zwischen dem Vorfeld der Schönefelder Terminals und der Start- und Landebahn parallel zur Piste. Die Bombe wurde laut Flughafen um 12.20 Uhr entdeckt.

Der Zentraldienst der Brandenburger Polizei machte zunächst keine näheren Angaben. Zu der Behörde in Wünsdorf gehört der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Brandenburg hat ihm zufolge die am stärksten mit Weltkriegsmunition belasteten Gebiete Deutschlands. Rund 350 000 Hektar Landesfläche gelten als belastet.