E-Auto

Warum Berlins Tesla-Taxifahrer jetzt aufgeben will

Taxifahrer Martin Doll will den Wagen wechseln. Denn sein elektrisches Taxi macht ihm so einige Schwierigkeiten.

Ein Taxi der Marke Tesla. (Archivbild)

Ein Taxi der Marke Tesla. (Archivbild)

Foto: Massimo Rodari

Berlin. Martin Doll fährt nach eigenen Angaben Berlins einziges Elektro-Taxi, doch das will er jetzt aufgeben. Er klagt über zu wenig Ladesäulen und einen gestiegenen Strompreis. Deshalb rechne sich die Tesla-Taxe nicht mehr für ihn, sagte er der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit Berichte von "Bild" und "B.Z.". "Die vielen Carsharer parken die öffentlichen Ladesäulen zu", beklagte Doll. Vor kurzem erhöhten sich dann auch noch die Ladekosten an öffentlichen Ladepunkten. Deshalb kam der 57-Jährige zu dem Schluss: "Das E-Auto lohnt sich nicht mehr."

In diesem Jahr sei er der einzige Taxifahrer von mehr als 8000 auf den Berliner Straßen gewesen, der mit einem Elektroauto unterwegs sei, berichtete Doll. Das Auto habe er sich 2016 gemietet, weil es günstiger war als Autos mit Hybridantrieb. 2018 sei noch ein zweites Tesla in Berlin unterwegs gewesen.

Der Taxifahrer will jetzt auf Hybridantrieb umsteigen

Für seinen Beruf sei er auf freie Ladeplätze angewiesen. "Wenn die Batterie alle ist, können private Nutzer zur Not noch in ein Taxi steigen", sagte Doll. Zahlen des Senats vom August zufolge sind in Berlin 415 Ladeeinrichtungen mit knapp 800 Ladepunkten verfügbar.

Ans Aufhören denkt Doll deswegen nicht: Er will seine Taxi-Karriere in einem Auto mit Hybridantrieb fortsetzen.