Bundespräsident

Geschichtswettbewerb: Berliner Schüler gewinnt ersten Preis

Anton Höffer aus Berlin hat einen ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen.

Anton Höffer hat einen ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen.

Anton Höffer hat einen ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen.

Foto: DAVID AUSSERHOFER

Der Berliner Schüler Anton Höffer hat einen ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen. Frank-Walter Steinmeier wird ihn am Dienstag auszeichnen.

Das Rahmenthema hieß „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Anna-Viviane Legat vom Grauen Kloster gewann zudem einen zweiten Preis. Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise an die bundesbesten Arbeiten: fünf erste Preise (je 2000 Euro), 15 weitere Preise (je 1000 Euro) und 30 dritte preise (je 500 Euro).

Anton Höffer aus der 12. Klasse des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner thematisiert in seiner Arbeit „Sie liebten die Krise. Linke Agitation in einem West-Berliner Neubauviertel im zeitlichen Rahmen der 68er Bewegung“ den Widerstand gegen das Märkische Viertel Ende der 60er-Jahre. Das Bauprojekt hatte damals Mieterproteste auf sich gezogen, die linke Gruppierungen für sich instrumentalisierten. Höffer hat in seiner Arbeit durch Interviews und Recherchen in Archiven und Zeitungen den Konflikt rekonstruiert. Dabei veranschaulicht er auch das am Ende erfolgreiche Krisenmanagement von Senat und Bezirksamt. Jurymitglied Detlef Siegfried sagte, es sei eine „wirklich innovative Perspektive, um 68 auf eine neue Art und Weise zu betrachten".

Insgesamt haben sich bundesweit mehr als 5600 Schüler an dem Wettbewerb beteiligt und 1992 Beiträge eingereicht.