Tierkrankheit

Senat warnt Berliner wegen Afrikanischer Schweinepest

Rohschinken oder Salami seien eine Hauptinfektionsquelle. Die Schweinepest wurde zuletzt 80 Kilometer vor Berlin festgestellt.

Ein Schwein in einem Schweinestall. Die Krankheit ist für die Tiere tödlich, für den Menschen aber nicht.

Ein Schwein in einem Schweinestall. Die Krankheit ist für die Tiere tödlich, für den Menschen aber nicht.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Berlin. Der Senat mahnt wegen der Afrikanischen Schweinepest zur Einhaltung von Regeln. „Aus den Erfahrungen in Osteuropa weiß man, dass nicht durchgegarte Fleischerzeugnisse, wie zum Beispiel Rohschinken oder Salami, eine der Hauptinfektionsquellen darstellen. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass Schweine keinen Zugang zu menschlichen Abfällen und Lebensmittelresten haben und auch nicht damit gefüttert werden“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung vom Montag.

Die Afrikanische Schweinepest ist laut Senatsverwaltung eine hoch ansteckende und für Schweine zumeist tödlich verlaufende Viruserkrankung, die derzeit in weiten Teilen Osteuropas grassiert. Das Virus stelle keine Bedrohung für andere Tierarten oder den Menschen dar. Zuletzt wurde der Erreger in der vergangenen Woche in Polen, rund 80 Kilometer hinter der deutsch-polnischen Grenze, bei einem toten Wildschwein nachgewiesen.

Um die Einschleppung des Erregers in die städtischen Wildschwein- und Hausschweinbestände möglichst zu vermeiden, sollten die Berliner der Mitteilung zufolge folgende Hinweise beachten:

• Bitte bringen Sie keine tierischen Erzeugnisse aus Ländern und Regionen mit, in denen die Afrikanische Schweinepest verbreitet ist (das Baltikum, Belgien, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Polen, Tschechische Republik).

• Bitte füttern Sie keine Wildschweine.

• Werfen Sie keine Lebensmittel an für Wildschweine zugänglichen Stellen weg, sondern entsorgen Sie Lebensmittel im Abfallbehälter.

• Bitte sorgen Sie als Hundebesitzer dafür, dass Wild von Ihrem Hund nicht gehetzt wird.

• Bitte verhindern Sie als Schweinehalter den Kontakt zwischen Ihren Hausschweinen und Wildschweinen.

Derzeit würden regelmäßig Proben von tot aufgefundenen Wildschweinen entnommen und auf das Virus untersucht. Wer ein totes Wildschwein auffindet, sei aufgerufen, das zuständige Forstamt oder das Veterinäramt des Bezirks zu informieren.