Verkehr in Berlin

Sperrung von Mühlendamm in Mitte aufgehoben

Die Sperrung rund um die Mühlendammbrücke in Berlin führte zu chaotischen Verhältnissen. Inzwischen ist die Brücke wieder frei befahrbar.

Im Bereich rund um die  Mühlendammbrücke kommt es am Dienstag wegen einer Konferenz zu Sperrungen  (Archivbild).

Im Bereich rund um die Mühlendammbrücke kommt es am Dienstag wegen einer Konferenz zu Sperrungen (Archivbild).

Foto: dpa

Berlin. Autofahrer müssen sich in den kommenden Tagen an mehreren Stellen der Stadt auf Staus und Behinderungen einrichten. So findet auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag eine Afrika-Investorenkonferenz im Haus der Deutschen Wirtschaft statt.

Aufgrund der damit verbundenen Absperrungen für die anreisenden Konferenzteilnehmer kam es am Dienstag seit 6 Uhr zu Verkehrseinschränkungen, so die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ).

Am Dienstagvormittag schrieb die VIZ: "In der City-Ost bis Kreuzberg sind durch die Sperrung des Mühlendamms jetzt chaotische Verhältnisse entstanden. Falls irgend möglich, sollte der Bereich weit umfahren werden!"

Auch auf den Buslinien 147, 200, 248 und 265 kam es zu Beeinträchtigungen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten.

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Mühlendamm in Berlin - In diesen Bereichen kommt es zu Sperrungen:

  • Mühlendamm und Gertraudenstraße zwischen Mühlendammbrücke bis Getraudenstraße 18
  • Breite Straße zwischen Neumannsgasse und Schloßplatz
  • Spreeufer von Rathausbrücke bis Mühlendammbrücke
  • Petriplatz zwischen Gertraudenstraße und Scharrenstraße
  • Brüderstraße zwischen Scharrenstraße und Neumannsgasse
  • Neumannsgasse zwischen Brüderstraße und Breite Straße,
  • Schloßplatz zwischen Breite Straße bis Spreeufer
  • Spree zwischen Rathausbrücke bis Mühlendammbrücke

Die Sperrung der Mühlendammbrücke wurde gegen 15 Uhr wieder aufgehoben, wie die VIZ über Twitter mitteilte.

Staus auch auf Stadtautobahn A100

Mit Staus müssen Autofahrer auch auf der Stadtautobahn A100 rechnen. Von Mittwoch an bis zum 29. November stehen ihnen zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Spandauer Damm in Richtung Süden nur zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung. Zudem werden die Einfahrt an der Anschlussstelle Siemensdamm sowie die Ausfahrt zum Spandauer Damm gesperrt.

Die erste Spannung stand in der Nacht vom 18. auf den 19. November in der Zeit von 22 bis 5 Uhr an. Die A100 wurde zwischen der Anschlussstelle (AS) Kaiserdamm und dem Autobahndreieck (AD) Funkturm in Richtung Neukölln gesperrt, um die Baustelle einzurichten. Entsprechend kam es bereits am frühen Dienstagmorgen zu erheblichen Staus auf der Stadtautobahn. (Link zur Verkehrsinformationszentrale Berlin) Autofahrer sollten hier im Berufsverkehr deutlich mehr Zeit einplanen.

Im Anschluss, von Dienstag, 19. November, bis Freitag 29., November wird die linke Fahrspur zwischen AS Kaiserdamm bis Höhe ICC durchgängig gesperrt. In der Nacht vom 28. auf den 29. November soll der Abbau der Baustelle und damit erneut eine Vollsperrung von 22 bis 5 Uhr zwischen der AS Kaiserdamm und dem AD Funkturm folgen.

Verkehr in Berlin: Behinderungen an der Rudolf-Wissell-Brücke

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Die A100 wird zwischen den Anschlussstellen Jakob-Kaiser-Platz und Spandauer Damm sowie die A111 zwischen der Anschlussstelle Heckerdamm und dem Dreieck Charlottenburg auch in den Nächten zu Mittwoch und Donnerstag jeweils von 22 bis 5 Uhr zwecks Baustelleneinrichtung voll gesperrt, teilte die Bundesbaugesellschaft Deges mit. Sie bereitet im Auftrag des Berliner Senats den Ersatz-Neubau für die marode Rudolf-Wissell-Brücke vor. Dazu sind vor und hinter dem Bauwerk im Fahrbahnbereich Bohrungen zur Baugrunderkundung notwendig.

Geplant sind dort auch sogenannte Kampfmittelsondierungen im Bereich der Anschlussstelle Kaiserdamm bis Höhe ICC. Experten suchen dabei nach Blindgängern und anderen gefährlichen Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg. Es gibt Hinweise auf Bombentrichter, Splittergräben und Barackenstandorte. In diesem Bereich ist bis zum 29. November die linke Fahrspur in Richtung Süden durchgängig gesperrt. Die eigentlichen Arbeiten für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke werden laut Deges nicht vor 2023 beginnen.