Tesla

Tesla kommt - andere High-Tech-Unternehmen sind schon da

Elon Musk will seine Tesla-Gigafactory in Grünheide im südöstlichen Umland von Berlin ansiedeln. Andere Pioniere sind schon da.

Auf dem Wista-Gelände In Adlershof wurde und wird geforscht: Daran erinnern die denkmalgeschützten Thermokonstanten Kugellabore, um die herum moderne Bürogebäude entstanden sind.

Auf dem Wista-Gelände In Adlershof wurde und wird geforscht: Daran erinnern die denkmalgeschützten Thermokonstanten Kugellabore, um die herum moderne Bürogebäude entstanden sind.

Foto: Sergej Glanze

Berlin. Nicht in Berlin, sondern in Grünheide (Oder-Spree) soll Elon Musks Tesla-Gigafactory entstehen. Damit gewinnt die dynamische Entwicklung am südöstlichen Stadtrand und den angrenzenden Umlandgemeinden erneut an Schub. Schon heute ist die Region mit dem Hauptstadtflughafen BER und dem Technologie Campus in Adlershof der wirtschaftliche Zukunftsstandort für die gesamte Metropolregion.

Tesla in prominenter Gesellschaft

Der Campus Adlershof ist bereits Deutschlands größter Wissenschafts- und Technologiepark und Berlins größtes Medienzentrum. Im vergangenen Jahr ist der Hochtechnologiestandort noch kräftiger gewachsen als in den Jahren zuvor. Und die landeseigene Wista Management GmbH, hat Kapazitäten und Pläne für weitere Ansiedlungen. Insgesamt 25.000 Arbeitsplätze sollen bis 2025 entstehen.

Ein weiterer Zukunftsort im Südosten ist das Wissenschafts- und Kunstquartier an der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide. Auf dem Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft studieren 9000 junge Menschen. Rund um das alte AEG-Werk haben sich Gewerbetreibende, Kreative, Akteure und Anlieger vernetzt.

High-Tech und Forschung im Umfeld

Der Großflughafen BER soll nun im Herbst 2020 endlich eröffnen – in seinem Umfeld haben sich längst Unternehmen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen angesiedelt. Etwa im Technologie- und Wissenschaftspark Wildau, wo auch die Technische Hochschule Wildau und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung angesiedelt sind. Und in Zeuthen forschen mehr als 200 Wissenschaftler aus 30 Ländern in dem zur Helmholtz-Gemeinschaft gehörenden Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY.

Auch im unmittelbaren Flughafenumfeld haben sich namhafte Unternehmen angesiedelt: 2017 etwa ist bei Rolls-Royce die neu errichtete Montagelinie für die großen XWB Triebwerke für den Airbus A350 in Dahlewitz in Betrieb gegangen.

Bebauungsplan für Industrieansiedlung liegt vor

Das Tesla-Werk in Freienbrink, in der Gemeinde Grünheide, wäre also durchaus in prominenter Gesellschaft. Auch aus anderem Grund ist der Ort eine gute Wahl: 2001 wollte BMW an dieser Stelle ein Werk mit bis zu 4000 Arbeitsplätzen errichten. Daraus wurde zwar nichts – doch der für die Industrieansiedlung nötige Bebauungsplan für das 300 Hektar große Areal liegt noch vor.

Autobahnanschluss und Regio-Halt vorhanden

Gut erschlossen und mit der Hauptstadt verbunden ist das Areal ebenfalls: Über die Autobahn A10 mit der Ausfahrt Freienbrink. Auch mit dem Regionalexpress 1 (RE1) geht es komfortabel zum Bahnhof Fangschleuse. Bislang hält der Zug zwar nur ein mal in der Stunde am Bahnhof – ab 2022 soll der Zug jedoch im 20-Minuten-Takt auf der Linie verkehren, wie der VBB schon Anfang dieses Jahres mitteilte.

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