Tiere

Nierencheck: Berliner Panda in der Röhre

Für eine Untersuchung kam Jiao Qing jetzt in einen Computertomographen. Der Panda ist der Vater der Berliner Panda-Zwillinge.

Der Panda Jiao Qing wird im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Computertomographen untersucht.

Der Panda Jiao Qing wird im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Computertomographen untersucht.

Foto: dpa

Berlin. Bereits im Frühling war den Tierärzten im Zoo aufgefallen, dass etwas mit den Nieren bei dem Großen Panda Jiao Qing nicht stimmt. Das hatten sie bei einem Ultraschall, der im Zusammenhang mit der künstlichen Besamung des Panda-Weibchens Meng Meng gemacht wurde, gesehen. Aber bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es sich nicht um ein gravierendes gesundheitliches Problem handelt. Jetzt wurde der 110 Kilogramm schwere Panda im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in den Computertomographen (CT) geschoben. Das Ergebnis der Untersuchung: Es sind zwei Nieren vorhanden, eine davon ist verkleinert.

„Unser bisheriger Verdacht konnte bestätigt werden“, sagt Zoo-Tierarzt Andreas Ochs. Um aber kein Gesundheitsrisiko für den Panda einzugehen, habe man dem Tier kein Kontrastmittel verabreicht. So hätte nicht in vollem Umfang geklärt werden können, inwieweit die kleinere Niere funktionstüchtig ist. Das soll sich zum einen durch die Beobachtung der Harnwerte herausstellen. Zum anderen werden die Untersuchungsergebnisse auf einer Panda-Konferenz, die derzeit im chinesischen Chengdu stattfindet, besprochen.

Panda-Zwillinge voraussichtlich ab Jahresende öffentlich zu bewundern

Die Ende August geborenen Pandazwillinge haben von der Aufregung um Jiao Qing nichts mitbekommen, da Panda-Väter nicht in die Aufzucht der Jungtiere involviert sind. Mittlerweile wiegen die beiden jeweils etwa vier Kilogramm. „Sie beginnen, langsam zu robben“, sagt Zoo-Sprecher Max Jäger. Nach wie vor sei immer ein Jungtier bei der Mutter und das andere im neuen Panda-Bett.

Zwei Termine stehen in naher Zukunft an: Anfang Dezember werden Namen und Geschlecht der dann drei Monate alten Jungtiere bekannt gegeben. Für die Besucher soll der Nachwuchs Anfang nächsten Jahres zu sehen sein. „Sie müssen mobil genug sein, um der Mutter selbstständig folgen zu können“, sagt Max Jäger. Erst wenn sie sicher laufen, sei sichergestellt, dass sich die Tiere nicht auf der Anlage verletzen.

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Panda-Zwillinge beschnuppern sich
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