Verkehrskontrollen

Polizei geht gegen Zweite-Reihe-Parker vor

Fünf Tage lang gehen Polizei, BVG und Ordnungsämter gegen Falschparker vor. Kontrolle an 220 Kreuzungen und Straßenabschnitten.

Die Aktion gilt vor allem Falschparkern in zweiter Reihe sowie auf Radwegen und Busspuren.

Die Aktion gilt vor allem Falschparkern in zweiter Reihe sowie auf Radwegen und Busspuren.

Foto: Jürgen Ritter/imago stock

Berlin. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr geht die Berliner Polizei mit einer Schwerpunktaktion gezielt gegen Falschparker vor. Im Fokus der gemeinsamen Verkehrsaktion der Ordnungsämter, der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Polizei steht das verkehrswidrige Halten und Parken auf Radwegen, Busspuren und in zweiter Reihe. Seit Montag und noch bis zum kommenden Freitag, 15. November, wird in allen Bezirken kontrolliert.

Besonderes Augenmerk bei den Kontrollen wird auf den Geschäfts- und Einkaufsstraßen in der City West und Ost liegen. „Hier geht es uns besonders um das Halten und Parken in zweiter Reihe“, sagte ein Beamter des Fachbereichs Verkehr der Polizei. Weitere Orte nannte er nicht, sprach aber von „besonders belasteten Orten“ in ganz Berlin. „Bis zum kommenden Freitag stehen etwa 220 verschiedene Kreuzungen und Straßenabschnitte auf unserer Liste, an denen Mitarbeiter der Ordnungsämter, der BVG und der Polizei kontrollieren werden.“ Die Verkehrskontrollen beginnen seinen Angaben zufolge bereits früh um sechs Uhr und dauern bis zum abendlichen Berufsverkehr.

Schwerpunktaktion hat am Montag begonnen

Start war am Montagmorgen unter anderem in Spandau an der Neuendorfer Straße und Klosterstraße, in Mitte an der Karl-Liebknecht-Straße, an der Sonnenallee in Neukölln sowie in Zehlendorf am Teltower Damm und an der Clayallee. Auch in Schöneberg an der Hauptstraße und Albertstraße wurde das Verhalten der Autofahrer in Sachen Halten und Parken unter die Lupe genommen.

Der Ankündigung, Fahrzeuge konsequent gebührenpflichtig umzusetzen, folgten in Schöneberg auch Taten. „Wir mussten mehrere Pkw, die auf der Busspur parkten, kostenpflichtig umsetzen“, sagte ein Polizeibeamter. Neben den Verwarnungsgeldern in Höhe von zehn bis 35 Euro fallen je nach Fahrzeugart zusätzliche Gebühren in Höhe von bis zu 369 Euro an.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) wünscht sich Lerneffekt

„Parken in zweiter Reihe sowie auf Bus- und Radspuren ist egoistisch und rücksichtslos“, teilte Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit. „Die Falschparker scheinen sich nicht bewusst zu sein, in welche Gefahr sie andere Verkehrsteilnehmer bringen.“ Geisel unterstützt die Aktion ausdrücklich und wünscht sich einen Lerneffekt bei den Verursachern im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme. „Die Straße gehört schließlich nicht einem alleine.“

Bilanz wird in einer Woche gezogen

Eine Bilanz der fünftägigen Schwerpunktaktion wird die Polizei in einer Woche ziehen. Bei einer vergleichbaren Aktion im Frühjahr dieses Jahres wurden 6484 Halt- und Parkverstöße festgestellt und geahndet. In 288 Fällen musste nach Angaben der Polizei Kraftfahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass auf Radwegen und Busspuren sowie in zweiter Reihe weder kurzfristig gehalten noch geparkt werden darf. Auch auf markierten Radschutzstreifen auf der Fahrbahn darf nicht geparkt werden.