Nahverkehr

U-Bahnhof Kaiserdamm: Ausgang zum ZOB gesperrt

BVG-Techniker entdecken bei einer Routinekontrolle Rost an einem Deckenträger. Der Austausch wird mindestens acht Wochen dauern.

Am 8. November 2020 wird am U-Bahnhof Kaiserdamm überraschend der westliche Ausgang zum Zentralen Omnibusbahnhof gesperrt. Zuvor wurden Rostschäden an einem Deckenträger entdeckt. Die Reparatur soll mindestens acht Wochen dauern. 

Am 8. November 2020 wird am U-Bahnhof Kaiserdamm überraschend der westliche Ausgang zum Zentralen Omnibusbahnhof gesperrt. Zuvor wurden Rostschäden an einem Deckenträger entdeckt. Die Reparatur soll mindestens acht Wochen dauern. 

Foto: Thomas Fülling Thomas Fuelling

Berlin . Böse Überraschung für Nutzer der U-Bahnlinie 2 (Ruhleben –Pankow). Am U-Bahnhof Kaiserdamm hat die BVG überraschend der westliche Treppenaufgang absperren lassen. Betroffen davon sind vor allem Fahrgäste, die zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) wollen. Sie müssen jetzt einen längeren Umweg einplanen.

Bei einer Routinekontrolle hatten zuvor Bauexperten der BVG unter einer Verkleidung einen stark von Rost angegriffen Deckenträger entdeckt. Bei Durchsagen im Bahnhof wird ein Wasserschaden dafür verantwortlich gemacht. Vorsorglich sei die Decke in diesem Bereich mit einer Stützkonstruktion verstärkt worden, teilte das landeseigene Verkehrsunternehmen am Freitagabend mit. Aus Sicherheitsgründen wurde zusätzlich der Bereich über einer Treppe ins westliche Verteilergeschoss gesperrt. Das hat zur Folge, dass der direkte Ausgang zum ZOB und zum Messegelände vom Bahnsteig der U2 in Fahrtrichtung Ruhleben nicht möglich ist.

Nach Einschätzung der Fachleute wird die Reparatur beziehungsweise der Austausch des Trägers rund acht Wochen dauern. Auf einem Hinweiszettel an der Absperrung heißt es, dass die Reparatur bis Januar 2020 dauern werde.

Berliner U-Bahnhöfe sollen zur Sicherheit zwei Ausgänge haben

Gefährliche Schäden an der Deckenkonstruktion sorgen seit Monaten bereits am U-Bahnhof Uhlandstraße (U1) dafür, dass ein Treppenaufgang nicht genutzt werden kann. Dabei muss eigentlich jeder Bahnsteig über mindestens zwei Ausgänge verfügen. Damit soll verhindert werden, dass bei einem Feuer Fahrgäste nicht rechtzeitig die Station verlassen können. Hintergrund ist ein folgenreicher Brand im U-Bahnhof Deutscher Oper im Juli 2000. Damals war ein U-Bahnzug der Baureihe G aus Ruhleben kommend in Brand geraten. Weil es lediglich an dem Ende des Bahnsteigs einen Ausgang gab, an dem gerade der brennende Wagen stand, konnten die Fahrgäste nur den Tunnel als Notausgang benutzen. 21 Menschen erlitten dadurch Rauchgasvergiftungen.