Tegel und Schönefeld

Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen sinken

Im dritten Monat in Folge ist die Zahl der Fluggäste in Tegel und Schönefeld im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Flugzeuge stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel.

Flugzeuge stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel.

Foto: dpa

Schönefeld. An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gehen die Passagierzahlen weiter zurück. Im Oktober lagen sie im dritten Monat in Folge unter den Vorjahreswerten, wie die Flughafengesellschaft am Donnerstag mitteilte.

Tegel zählte 2,2 Millionen Fluggäste und damit 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Schönefeld lag das Minus bei 15,6 Prozent, was zu gut einer Million Passagieren führte. Schon im August und September waren die Zahlen gesunken.

Fluggesellschaften reduzieren ihr Angebot

"Statt eines weiteren Passagierwachstums rechnen wir für die kommenden Monate mit einer Konsolidierung", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Wegen hohem Kostendrucks und verschlechterter Konjunkturaussichten strafften die Fluggesellschaften ihr Angebot.

Im Gesamtjahr werde die Passagierzahl wegen des starken Wachstums im ersten Halbjahr aber etwa eine Million über dem Vorjahreswert liegen. 2018 waren an den beiden Flughäfen insgesamt 34,7 Millionen Fluggäste gezählt worden. Seit 2005 hatte sich die Zahl verdoppelt.

Streik bei Lufthansa: Flugausfälle in Tegel

Am Flughafen Tegel fielen am Donnerstag wegen des Streiks des Kabinenpersonals der Lufthansa alle Abflüge der Airline aus. Sämtliche Lufthansa-Verbindungen nach München und Frankfurt waren gestrichen. Insgesamt bietet die Lufthansa von Tegel aus am Donnerstag fast 40 Flüge in beide Städte. Andere Ziele werden von dort aus nicht angeflogen. Ein Chaos blieb aus, die meisten Fluggäste hatten sich zuvor informiert und sich Reisealternativen gesucht.