Prozess in Berlin

Tatort Bahnhof: Bande von Taschendieben vor Gericht

Diebe spähten an Berliner Bahnhöfen Geheimzahlen an Ticketautomaten aus, stahlen die EC-Karten und plünderten die Konten ihrer Opfer.

Die Polizei zeigt, wie Sie sich gegen Taschendiebe schützen

Die Polizei klärt diese Woche über die Tricks der Taschendiebe auf. Bei Aktionsständen geben Beamte Tipps, wie man sich vor Diebstahl schützen kann. Zur Adventszeit sind die Hotspots der Täter Weihnachtsmärkte und Bahnhöfe.

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Berlin. Weil sie an einer Serie von Taschendiebstählen an Berliner Bahnhöfen beteiligt gewesen sein sollen, stehen drei Männer vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten zu einer rumänischen Bande gehören.

Die Täter hätten Fahrgäste während des Kaufs von Tickets am Automaten beobachtet, Geheimzahlen von EC-Karten ausspioniert und Geschädigte dann bestohlen.

Die Gruppe soll in der Zeit von Januar bis März 2017 vor allem am S-Bahnhof Messe Nord in Charlottenburg aktiv gewesen sein. Geschädigte wurden laut Anklage beim Einsteigen "in arbeitsteiliger Vorgehensweise" bedrängt oder abgelenkt, um dann aus Taschen oder Rucksäcken Geldbörsen zu steheln.

PIN ausgespäht, EC-Karten gestohlen und Geld nach Rumänien überwiesen

In vielen Fällen hätten Bandenmitglieder mit erbeuteten EC-Karten und den ausgespähten PIN-Nummern der Geschädigten sofort Bargeld abgehoben und es an Hintermänner in Rumänien transferiert.

Um mehr als 40 Taten geht es in dem Prozess wegen Bandendiebstahls und gewerbsmäßigen Betrugs. Die Angeklagten, auf deren Spur die Ermittler durch Aufzeichnungen von Überwachungskameras gekommen waren, seien jeweils an etwa 20 Fällen beteiligt gewesen.

Ob sich die Angeklagten in Alter von 46, 36 und 31 Jahren zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Mittwoch zunächst offen.

In ähnlichen Verfahren sind vier Männer bereits als Mitglieder der Diebesbande zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Die Verhandlung wird am 11. November fortgesetzt.