Parteitag

Berliner AfD findet Raum für Parteitag – nach 100 Absagen

Die Partei hatte seit Monaten geeignete Räume gesucht und muss nun ihren Parteitag auf Anfang 2020 verschieben.

Georg Pazderski, Fraktionsvorsitzender der AfD, spricht bei der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus.

Georg Pazderski, Fraktionsvorsitzender der AfD, spricht bei der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus.

Foto: Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin.  Der Landesvorstand der Berliner AfD hat doch noch einen Raum für den Landesparteitag gefunden. Das teilte AfD-Sprecher Roland Gläser am Sonnabend mit. Allerdings sei es nicht mehr gelungen, den Parteitag wie eigentlich geplant am kommenden Wochenende stattfinden zu lassen. Die Veranstaltung müsse nun auf den 25. und 26. Januar 2020 verlegt werden.

Damit musste der Landesparteitag nun bereits zum zweiten Mal verschoben werden. Die Berliner AfD hatte zuvor bereits einen für den 1. September geplanten Parteitag absagen müssen, weil das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den Mietvertrag gekündigt hatte.

Laut AfD gab es Absagen sowohl von privaten als auch von öffentlichen Institutionen. Gescheitert waren schließlich auch Bemühungen, den Parteitag in ein Hotel nach Brandenburg zu verlegen. Gläser machte die „in Folge der Hetze der Altparteien eingetretene massive Bedrohungslage durch Linksextremisten“, für das Scheitern des Parteitages am 9. und 10. November verantwortlich. Die Nachfrage der Berliner Morgenpost, wo der Parteitag nun im Januar stattfinden soll, ließ Gläser am Sonnabend jedoch unbeantwortet.

„Das Ergebnis massiver Suchanstrengungen“

Auf Raumanfragen der Partei habe es insgesamt rund 100 Absagen gegeben, teilte Parteisprecher Gläser weiter mit. Zuletzt von Mitgliedern und Freunden vorgeschlagene Räume seien aber entweder kurzfristig nicht verfügbar oder hätten sich nach sorgfältiger Prüfung als ungeeignet erwiesen. „Die jetzt gefundene Lösung ist das Ergebnis massiver Suchanstrengungen und ermöglicht der Berliner AfD einen reibungslosen Parteitag in nur wenigen Wochen“, so Gläser.

Bis dahin werde der amtierende Vorstand satzungsgemäß kommissarisch im Amt bleiben. Auf dem Parteitag soll der Vorstand um Parteichef Georg Pazderski neu gewählt werden.