RB26

Defekter Zug - Reisende sitzen mehr als zwei Stunden fest

Ein Zug der Regionalbahn RB26 ist bei Biesdorf liegen geblieben. Mehr als 100 Fahrgäste mussten in der Bahn ausharren.

Strausberg. Für zahlreiche Berufspendler ist am Mittwoch der Weg zur Arbeit nach Berlin besonders lang geworden. Ein Zug der Regionalbahnlinie RB26 war bei seiner Fahrt von Strausberg (Märkisch-Oderland) nach Berlin-Ostkreuz gegen 11.15 Uhr in Höhe des Biesdorfer Kreuzes liegen geblieben.

Grund war ein technischer Defekt am Fahrzeug, wie ein Sprecher der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) der Berliner Morgenpost bestätigte.

Reisende müssen mehr als zwei Stunden in der Regionalbahn warten

Zuvor hatte ein Nutzer auf Twitter über den Vorfall berichtet. Er schilderte auch, dass die rund 100 Fahrgäste im Zug mehr als zwei Stunden ausharren mussten, bevor es in Richtung Lichtenberg weiterging.

Laut dem NEB-Sprecher hatte der Lokführer des Triebfahrzeugs vom Typ Pesa-Link zunächst versucht, das Technikproblem mit eigenen Mitteln zu beheben. Dies sei allerdings nicht gelungen. Daraufhin wurde ein anderer NEB-Zug zum Biesdorfer Kreuz geschickt, der den defekten Zug abschleppen sollte.

Es habe jedoch Probleme beim Ankuppeln gegeben. „Das kaputte Fahrzeug wollte da nicht so recht mitspielen“, so der NEB-Sprecher. Erst nach zwei Stunden konnte der Zug nach Lichtenberg gebracht werden, wo die Fahrgäste aussteigen konnten.

Zugausfall beim RB26: Verspätungen auch in der Gegenrichtung

Der Zugausfall sorgte auch in der Gegenrichtung für Ausfälle und Verspätungen, etwa auf der Linie RB25 (Berlin – Werneuchen). Auf der Linie RB 26 fielen die Zugfahrten 29459 (13.54 Uhr ab Berlin-Ostkreuz nach Strausberg) und 29460 (14.38 Uhr ab Strausberg nach Berlin-Ostkreuz) aus.

Die RB26 (Küstrin – Berlin) ist eine der wichtigsten Regionallinien, die das Umland mit Berlin verbindet. Sie wird sowohl von zahlreichen Pendlern aus Polen, als auch aus den großen Gemeinden im Speckgürtel wie Müncheberg oder Strausberg genutzt.

Die Niederbarnimer Eisenbahn, die die Strecke im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg betreibt, hat bereits seit Längerem Probleme mit den dort eingesetzten Link-Triebwagen des polnischen Herstellers Pesa.

Unter anderem aufgrund von Software-Problemen können in Spitzenzeiten nicht wie geplant längere Züge fahren, die aus drei zusammengekuppelten Triebwagen bestehen. Daraufhin bestellte der Verkehrsverbund ab 1. August zusätzliche Fahrten.