Führungswechsel

BVG hat jetzt einen eigenen Vorstand für den Betrieb

Die landeseigenen Verkehrsbetriebe haben erstmals seit vielen Jahren wieder einen Vorstand, der sich nur um den Betrieb kümmert.

Dr. Rolf Erfurt (47) nimmt am 21. Oktober seine Arbeit als Betriebsvorstand bei den Berliner Verkehrsbetrieben auf. Rolf Erfurt ist Diplom-Kaufmann und studierte an der Universität Mannheim und der Norwegian School of Economics & Business Administration in Bergen/ Norwegen.

Dr. Rolf Erfurt (47) nimmt am 21. Oktober seine Arbeit als Betriebsvorstand bei den Berliner Verkehrsbetrieben auf. Rolf Erfurt ist Diplom-Kaufmann und studierte an der Universität Mannheim und der Norwegian School of Economics & Business Administration in Bergen/ Norwegen.

Foto: Andreas Süß / BVG

Berlin . Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben mit Rolf Erfurt seit Montag einen Vorstand, der sich ausschließlich um den alltäglichen Einsatz von Bussen und Bahnen kümmern soll. Erfurt war bereits im Frühjahr vom BVG-Aufsichtsrat für den Spitzenjob berufen worden, konnte aber wegen eines bestehenden Arbeitsvertrages erst jetzt seine Tätigkeit bei der BVG aufnehmen.

BVG-Chefin Nikutta gibt Verantwortung ab

Erfurt folgt formal auf Henrik Haenecke, der im Sommer nach nur drei Jahren Amtszeit das landeseigene Unternehmen verlassen hat. Dessen Zuständigkeit für Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb wird jetzt von BVG-Vorstandschefin Sigrid Nikutta übernommen, die bislang das operative Geschäft managte.

Aufgrund stetig steigender Fahrgastzahlen sind die Anforderungen an den Betrieb von U-Bahnen, Trams und Bussen zuletzt erheblich gestiegen. Gleichzeitig steht die BVG vor dem größten Fahrzeug-Modernisierungsprogramm ihrer Geschichte. Beides machte die Neuordnung des BVG-Vorstandes erforderlich, heißt es. Der letzte eigenständige Betriebsvorstand war Thomas Necker, der 2008 im Streit mit dem damaligen BVG-Chef Andreas Sturmowski das Unternehmen verließ.

Erfurt wechselt von der Transdev-Gruppe zur BVG

Der 47 Jahre alte Erfurt wechselt von der privaten Transdev-Gruppe zu Deutschlands größtem Nahverkehrsunternehmen. Zuvor war er viele Jahre in Führungspositionen bei Bombardier Transportation tätig unter anderem in der Entwicklung der Flexitiy-Straßenbahnen, die zahlreich auch in Berlin fahren. Erfurt ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt seit vielen Jahren in Berlin.