Ausstellung

Mauerfall-Jubiläum: Mitarbeiter des KaDeWe erzählen

200 Mitarbeiter-Gesichter schmücken bis zum 10. November die KaDeWe-Schaufenster. Sie erzählen ihre persönlichen Mauerfall-Geschichten.

Mitarbeiter Axel Surendorf vom Personal Shopping Service hat sich in der Fenstergalerie entdeckt.

Mitarbeiter Axel Surendorf vom Personal Shopping Service hat sich in der Fenstergalerie entdeckt.

Foto: Maurizio Gambarini

Aus dem Kaufhaus des Westens KaDeWe wird das Kaufhaus der Berliner KaDeBe. Eine dauerhafte Namensänderung ist aber nicht vorgesehen. Vielmehr handelt es sich bei der Fenstergalerie entlang der gesamten Kaufhaus-Front um eine Werbeaktion des KaDeWe anlässlich des 30. Mauerfall-Jubiläums am 9. November. Ein Statement pro Wiedervereinigung, blieb der Kaufhaus-Riese am Tauentzien doch bis zur Wende für Ostberliner maximal ein Sehnsuchtsort.

Die Frage: Wo warst du am 9. November?

Für die nächsten drei Wochen schmücken nun mehr als 200 Mitarbeiter-Porträts die Schaufenster. Am frühen Freitagabend wurde die ungewöhnliche Galerie mit schwarz-rot-goldenem Dekor und Häppchen feierlich eröffnet. Handtaschen oder Kleider findet man also erst einmal nicht in den Auslagen. Stattdessen die Antworten von Mitarbeitern unterschiedlichsten Alters auf die Frage: Wo warst du am 9. November? Die Antworten sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Waren einige noch nicht mal auf der Welt, weilten andere in fernen Ländern, saßen vor dem Fernseher oder waren im Bad. Das KaDeWe als „Spiegelbild der Gesellschaft“, die überall ihre Wurzeln hat, interpretiert eine Sprecherin des Hauses die Aktion.

Zehn Millionen Menschen kommen im Jahr ins KaDeWe

Gleiches gilt auch für die Besucher. Jedes Jahr besuchen gut zehn Millionen Menschen aus der ganzen Welt das Haus. Mehr als 50 Prozent davon machen aber die Berliner selbst aus. Storemanager Timo Weber ist sich auch deshalb sicher, dass sich heute nicht nur die Mitarbeiter, sondern alle Berliner mit dem KaDeWe identifizieren können.

Da Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch in einer Sondersitzung der Koalition zum Mietendeckel weilte, musste die Ausstellung ohne ihn eröffnet werden. Mit Sicherheit hätte auch er zu berichten gewusst, wo er am 9. November vor 30 Jahren gewesen ist. Die Ausstellung ist bis zum 10. November zu sehen.