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Das sind die Tipps zum Wochenende in Berlin

Erntefest an der Domäne Dahlem oder den jüdischen Friedhof in Weißensee entdecken: Am Wochenende wird in Berlin wieder einiges geboten.

Beim Erntefest an der Domäne Dahlem werden auch Kürbisse angeboten.

Beim Erntefest an der Domäne Dahlem werden auch Kürbisse angeboten.

Foto: K. Wendlandt /Domäne Dahlem

Erntefest Domäne Dahlem: Biogemüse frisch vom Acker

Dahlem. An diesem Wochenende feiert die Domäne Dahlem wieder das traditionelle Erntefest 2019. Besucher haben Sonnabend und Sonntag eine letzte Chance, Bio-Gemüse frisch vom Acker der Domäne zu ernten. Eröffnet wird das Fest auf dem historischen Gutshof von der Erntekönigin auf einem festlich geschmückten Erntewagen. Am Verkaufsstand der Domäne werden aus eigenem biologischen Anbau Kürbisse, Salate, Kräuter, verschiedene Kohlsorten, Kohlrabi und Wirsing angeboten. An den Marktständen können Besucher den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs aus heimischen Gefilden, Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten aus Brandenburg, Tirol und Frankreich sowie Feinkost aus Blüten, Liköre und Bio-Weine probieren und erwerben. Neben Aktionen auf dem Feld, wie Drachensteigen, dreht sich bei den Führungen und Mitmachstationen im Museum der Domäne alles um das Thema Ernte. kla

Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, 19. /20. Oktober, 10 – 18 Uhr, Eintritt vier, erm. zwei Euro

Die Schlittschuh-Saison in Neukölln hat begonnen

Neukölln. Obwohl die Temperaturen diese Woche fast noch frühlingshaft warm waren, kommt der Winter in großen Schritten näher. In Neukölln beispielsweise wurde am Freitag die Eislauf-Saison eröffnet. Im Werner-Seelenbinder Sportpark kann man nun wieder bis zum 14. März Schlittschuhfahren. Und natürlich ist es auch in dieser Saison wieder möglich, Kindergeburtstage im Eisstadion von Neukölln zu feiern. Eintrittskarten gibt es bereits ab 55 Cent. Geöffnet ist das Eisstadion von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr; 15 bis 18 Uhr und 19 bis 21:30 Uhr. Am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr, 15 bis 18 Uhr und 19 bis 21:30 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Montags, mittwochs und donnerstags können sich in der Zeit von 9 bis 13 Uhr Senioren auf der Wettkampfbahn zum Eislaufen treffen. Auch die Angebote „Happy Hour“ und „Happy Day“ mit halben Preisen am Nachmittag und Abend bleiben bestehen. nku

Werner-Seelenbinder-Sportpark, Oderstraße 182, Neukölln. Eintritt ab 55 Cent

Die Geheimnisse des jüdischen Friedhofs in Weißensee

Weißensee. Er ist der größte jüdische Friedhof Europas, steht auf einer Vorschlagsliste zur Prüfung als Weltkulturerbe und dient als letzte Ruhestätte für Persönlichkeiten wie Rudolf Mosse, den Warenhausgründer Hermann Tietz oder den Verleger Samuel Fischer. Jetzt können sich Besucher am Dienstag bei einer kostenfreien Führung in die Geheimnisse des Begräbnisplatzes einweihen lassen und die lange Geschichte ergründen. Im Jahre 1880 angelegt, erstreckt sich der Friedhof heute auf eine Fläche auf 42 Hektar und umfasst 116.000 Grabstellen. Am Eingangsbereich hinter dem schmiedeeisernen Portal befindet sich eine Erinnerung an die sechs Millionen Opfer des Holocaust. Wer an der Führung teilnehmen möchte, sollte sich vorher anmelden, entweder per E-Mail unter jeanette.muench@ba-pankow.berlin.de oder telefonisch unter 90 295 27 13. Männlichen Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung tragen. tsc

Jüdischer Friedhof Weißensee, Herbert-Baum-Straße 45, Weißensee, 22. Oktober ab 12.30 Uhr

Blackout-Kabel vom großen Stromausfall im Museum Köpenick

Köpenick. Noch heute ist der Stromausfall vom 19. Februar Gesprächsthema in Köpenick. Als bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke ein Kabel beschädigt wurde, ging in Wohnungen, Schulen, Amtsstuben und Arztpraxen das Licht aus. Etwa 30.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe waren betroffen. Das defekte 110-kW-Stromkabel ist nun im Museum Köpenick ausgestellt. Es ist etwa 13 Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von acht Zentimetern. Die Stromnetz Berlin GmbH hatte es an Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel (SPD) übergeben. 30 Stunden dauerte es damals, bis das Licht wieder anging. Es war einer der größten und längsten Stromausfälle seit dem Zweiten Weltkrieg. Mobilfunk, Festnetz und der öffentliche Nahverkehr waren unterbrochen. Patienten aus dem Krankenhaus Köpenick mussten in andere Einrichtungen verlegt werden. Es kam zu Großeinsätzen der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks. saf

Museum Köpenick, Alter Markt 1, geöffnet Di.+Mi. 10–16 Uhr, Do. 10–18 Uhr, So. 14–18 Uhr, Eintritt frei

Wie ein Extremsportler vom Nordpol bis zum Südpol lief

Spandau. Der Extremsportler und Buchautor Ronny Clemens spricht im Kulturhaus Spandau an diesem Sonnabend über sein größtes Abenteuer, wie er es selbst nennt: Im April 2017 startete Clemens seine Tour zu Fuß vom Nordpol zum Südpol und erfüllte sich damit einen Lebenstraum. 22 Monate brauchte er, um durch die Arktis, Grönland, Kanada und weiter durch die USA, Mittel- und Südamerika bis zur Antarktis zu kommen. Clemens, der mithilfe des Laufens auch seine Alkohol- und Nikotinabhängigkeit überwand, zeigt zu seinem Vortrag Bilder und Videos und verbindet ihn mit landestypischen Musikpassagen. Er berichtet von seinen bewegenden Begegnungen mit Menschen und davon, dass er seinen Lauf ohne Rekordgedanken, sondern bewusst langsam absolvierte. Der Vortrag, verspricht die Ankündigung, sei emotional wie auch nachdenklich und humorvoll. Für Clemens war die Reise derweil nicht der erste lange Lauf: 2007 ging er bei seinem „Worldrun“ 13.262 km durch 27 Länder auf 4 Kontinenten. jes

Kulturhaus Spandau, Mauerstraße 6, Beginn 20 Uhr, Eintritt zwölf, ermäßigt zehn Euro.

„Open Spaces“ – Tag der offenen Tür im Künstlerhaus am Stieffring

Charlottenburg. Vor gut einem Jahr haben Berliner Künstler sich zusammengetan und ein Haus im Norden Charlottenburgs gekauft, um dort Ateliers einzurichten. Ein genossenschaftliches Erfolgsrezept, wie der Tag der offenen Tür, oder wie ihn die Künstler selber nennen „Open Spaces“, zeigen will. Viele der Künstler werden am Sonntag ihre Ateliers öffnen und ihre Arbeiten oder das Werden ihrer Werke vorstellen. Mit dabei: Gleb Bas, Wolfram Beyer, Angelika Dierkes, Juliane Duda, Barbara Duisberg, Kiki Gebauer, Nathalie Giraud, Nathalie Grenzhaeuser, Macarena Zuñiga Infante, Olivier Kolb, Astrid Köppe, Alexander Menegotto, Sumiyo Nagai, Anja Spitzer, UMUOTO, Barbara Wille, Ommo Wille und CABgallery. „Unser Haus wird Stück für Stück ein lebendiger Ort der Kunst und präsentiert ganz aktuell ein Kunst-am-Bau-Projekt von Astrid Köppe mit dem Titel „o. T. (Dazzle #1)“ in der Durchfahrt zum Hof. caro

„Open Spaces“ im Künstlerhaus am Steiffring, Sonntag, 20. Oktober, 14 bis 19 Uhr. Eintritt frei