Bericht

Staatsanwaltschaft klagt Mitglieder des Abou-Chaker-Clans an

Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen führende Mitglieder des Abou-Chaker-Clans. Das berichtet der „Spiegel“.

Arafat Abou-Chaker (r.) mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Bushido (Archivbild).

Arafat Abou-Chaker (r.) mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Bushido (Archivbild).

Foto: pa/dpa

Berlin. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen führende Mitglieder des Abou-Chaker-Clans erhoben. Das berichtet der „Spiegel“ und beruft sich auf Justizkreise. Demnach steht die Anklage im Zusammenhang mit der Affäre um den Berliner Rapper Bushido.

Laut Bericht werfen die Ermittler den Clan-Mitgliedern unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vor. Die Anklage umfasse etwa 100 Seiten, sie sei am 17. September fertiggestellt und vor kurzem erhoben worden.

Die Berliner Staatsanwaltschaft war am Dienstagabend zunächst nicht für eine Bestätigung des Berichts zu erreichen. Ein Verteidiger des Abou-Chaker-Clans habe eine Stellungnahme abgelehnt, berichtet der „Spiegel“.

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Im Januar 2019 kam der Clan-Chef in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: eine geplante Entführung von Familienmitgliedern des Rappers Bushido. Ende Januar wurde der Haftbefehl aufgehoben, weil sich der Verdacht nicht erhärten ließ. Laut „Spiegel“ taucht dieser Verdacht nicht in der Anklage auf.