Automobilmesse

Zukunft der IAA: Noch keine Absage an Berlin

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Eine Entscheidung um die Zukunft der Automobilmesse IAA ist noch nicht gefallen.

Eine Entscheidung um die Zukunft der Automobilmesse IAA ist noch nicht gefallen.

Foto: Silas Stein / dpa

Um die Zukunft der IAA wird bereits seit einigen Wochen spekuliert. Der Vertrag zwischen dem VDA und der Messe Frankfurt läuft aus.

Berlin. Der Verband der der Automobilindustrie (VDA) hat einem Medienbericht widersprochen, wonach Berlin im Rennen um die Ausrichtung der nächsten Internationalen Automobilausstellung IAA aus dem Rennen sei. „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen. Präsidium und Vorstand des VDA befinden sich noch in der Entscheidungsfindung“, sagte ein Sprecher des Branchenverbands der deutschen Automobilindustrie am Montag der Berliner Morgenpost.

Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, dass die Zukunft der Automobilschau nicht in der deutschen Hauptstadt liegen würde. „Nach Berlin werde die Messe auf keine Fall verlegt, heißt es aus gut unterrichteter Quelle, in einer derart autofeindlichen Stadt könne keine Automesse von Weltgeltung stattfinden“, schrieb das Blatt in seiner Montagsausgabe.

Vertrag zwischen dem VDA und der Messe Frankfurt läuft aus

Um die Zukunft der IAA wird bereits seit einigen Wochen spekuliert. Der Vertrag zwischen dem VDA und der Messe Frankfurt läuft aus. Mit Blick auf die nächste IAA im Jahr 2021 wird nun über neue Konzepte – und auch einen neuen Standort nachgedacht. Gute Karten, so heißt es, haben Frankfurt am Main, Köln und eben auch Berlin. VDA-Präsident Bernhard Mattes hatte zuvor erklärt, die Standortfrage bis Ende des Jahres klären zu wollen.

„Gemeinsam mit unseren Mitgliedern – Herstellern und Zulieferern – entwickeln wir ein neues Konzept für die IAA 2021. Heute beschränken wir uns ausschließlich auf das Messegelände, morgen wollen wir neue Mobilität noch stärker zum Bürger tragen“, so Mattes. Das könnte in Berlin gelingen. Der Chef der Messe Berlin, Christian Göke, und auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatten sich bereits für einen Neustart der IAA in Berlin stark gemacht.

Auch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sieht Perspektiven für die Schau in der Hauptstadt. Gleichzeitig widersprach ein Sprecher am Montag dem Eindruck, Berlin sei autofeindlich. Berlins Verkehrspolitik stelle den Menschen in den Mittelpunkt – nicht die autogerechte Stadt, so ein Sprecher am Montag.

„Wir wollen eine Mobilität, die weniger Platz benötigt, die weniger Lärm, CO2 und Luftschadstoffe verursacht, dafür aber mehr Sicherheit und deutlich mehr Lebensqualität bringt. Jede Messe, die eine solche integrierte Mobilität thematisiert und die Zukunft lebenswerter Metropolen im Blick hat, wäre in Berlin hervorragend aufgehoben“, erklärte er weiter.