Fachkräftebedarf

Berlins Ausländerbehörde wird zum Einwanderungsamt

Die Ausländerbehörde wird künftig Landesamt für Einwanderung heißen. Berlin ist damit Vorreiter unter den Bundesländern.

Bunt ist es schon an der Ausländerbehörde Berlin am Friedrich-Krause-Ufer.

Bunt ist es schon an der Ausländerbehörde Berlin am Friedrich-Krause-Ufer.

Foto: Reto Klar

Berlin. Das Land Berlin gründet mit Blick auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland ein Landesamt für Einwanderung. Das beschloss das Abgeordnetenhaus am Donnerstag. Das neue Amt soll als „Willkommensbehörde“ die bisherige Ausländerbehörde ersetzen und bei der Steuerung von Zuwanderung und Integration helfen.

Hintergrund ist das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf Bundesebene, das im März 2020 in Kraft tritt. Berlin ist nach Angaben der Innenverwaltung das erste Bundesland, das im Vorgriff auf das Gesetz eine eigenständige Einwanderungsbehörde schafft. Dies sei ein klares Bekenntnis, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei

Berlin wächst vor allem durch Zuzug von Ausländern

Berlins Ausländerbehörde ist die größte in Deutschland. 400.000 Menschen sprechen dort jedes Jahr vor. Die Mitarbeiter stellen zwölf Prozent der in Deutschland erteilten Aufenthaltstitel aus. Sie verantworten auch fünf Prozent der jährlichen Rückführungen.

Berlin wächst vor allem durch den Zuzug von Ausländern. Zuletzt meldete das Statistikamt ein Plus für 2018 von 37.000 Menschen ohne deutschen Pass. Dabei stellen Flüchtlinge nur eine Minderheit der Neuberliner. Bei den meisten handelt es sich um Erwerbsmigranten, Studenten und nachziehende Familienangehörige.